2. Tour, der 2. Tag(Kurzfassung)

Gegen 8 Uhr hatte ich mein Zelt abgebaut und bin dann Richtung Neubrandenburg gestartet. Zu dem Zeitpunkt war ich noch guter Dinge, einen recht entspannten Tag zu haben – zumindest ging ich es auch so an. Aber mich begleitete wieder der Nordostwind, Natürlich mußte auch wieder eine im Bau befindliche Brücke mein Vorankommen behindern. Dazu kam dann irgendwann im Laufe des Tages die Überraschung durch die Navi-App Komoot. Bei der Kontrolle der Restkilometer bis Neubrandenburg stellte ich fest, dass die Tagesstrecke plötzlich auf 146km angewachsen ist – da ich mich an die vorgeplante Route gehalten habe, habe ich im Moment keine Erklärung für die Abweichung, nur eine Vermutung: ohne Bewegung und Navigation zeigt die App zum nächsten Zielpunkt die Luftlinie und nicht die tatsächliche Fahrstrecke an – ich hoffe ich bekomme das noch raus und kann mich darauf einstellen.

Bis zu der Kenntnis der längeren Strecke machte ich ausreichend Pausen, auch mal 1 h am See gelegen und etwas geschlafen – den Sonnenbrand gabs gratis dazu.

Im Verlauf der Fahrt hatte ich das Glück, motivationssteigernde Begleitung zu haben. Zuerst ein Radler aus Hamburg, der erst an der Elbe bis Wittenberge unterwegs war und als Ziel Feldberg westlich von Neustrelitz hatte. Später habe ich mich einige km einer Familie angeschlossen und so auch etwas zusätzliche Motivation gehabt, da dran zu bleiben.

Gegen Ende der Tour war es ein sehr nettes älteres Ehepaar mit E-Bikes. So war ich die letzten 15km noch etwas mehr gefordert – ich konnte weitestgehend mithalten und hab die allerletzten Reserven mobilisiert. Ein großes Problem ist aber bisher nicht so aufgefallen: Die stärkere Belastung durch den Wind hat meine mitgeführten Wasserreserven bedenklich reduziert. ich saß in Neubrandenburg sozusagen auf dem Trockenen. Das Ehepaar hatte aber erbarmen und füllte meine Reserven auf. Von dort war es nur noch ein Katzensprung und nahezu nur bergab bis zum Zielpunkt bei meinem Kumpel in Neubrandenburg.

Danke noch für die leckere Kartoffelsuppe, nach dem Tag voller Höhen und Tiefen genau das Richtige.

Der Platz für mein Zelt war mit Rindenmulch/Holzhäkseln vorbereitet – im nachhinein der beste Untergrund, den ich bekommen konnte. Die Nacht war mit -4,5° nochmal deutlich kälter, durch das Holz unter dem Zelt fehlte aber der direkte Bodenkontakt und damit war es gefühlt nicht so kalt.

Trotz der Temperaturen habe ich gut geschlafen und es deutete sich an, dass meine Tour kürzer werden sollte, dazu aber mehr im 3. Teil.

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