Radfahrinfrastruktur und anderes in Dessau

der 22.03.2022 hat mich bei einer kleinen Runde nach Dessau geführt, wobei ich aus Zeitmangel die Tour dann kürzen musste und ich ungern einfach rumdrehe und zurückfahre, bin ich am Friedhof in der südlichen Innenstadt links abgebogen.

Die folgenden Worte gingen am gleichen Abend gleichlautend an die Stadt Dessau und an den ADFC Dessau – die daraus enstehende Kommunikation hänge ich bei Änderungen unten an:

CC an den ADFC

Ich bitte um Weiterleitung in die zuständige Abteilung und zusätzlich um Rückantwort aus der Abteilung.

Sehr geehrte Damen und Herren

eitgründen am Friedhof im Süden von Dessau in Richtung Argenteuiler Straße Richtung Westen zur Rückfahrt zwang. An der nächsten Möglichkeit bog ich dann in südliche Richtung in die Wolfener Chausee ab um wieder Richtung B184 in Richtung Wolfen zu kommen. Beruhigend war der vorhandene Radweg, was sich aber bald ändern sollte. An der Polysiusstraße war noch alles ok, Radweg vorhanden und ordnungsgemäß beschildert. Wenig später dann: Radweg Ende und befahren der Straße mit VZ 254 untersagt – dort wurde ganz klassisch eine Sackgasse ausgeschildert, denn der an der Stelle beginnende „Waldweg“ ist nicht mit dem Rad befahrbar. Ich bin wahrlich nicht zimperlich, aber selbst mit einem Tourenrad war der Weg untauglich. Möglicherweise habe ich ja was übersehen, dann bitte ich um Aufklärung.

Nachfolgend noch ein Kartenausschnitt.
Zur Erklärung: rote Linie: Radfahren verboten, blauer Kreis: Standort Radweg Ende Grüne Linie: meine gefahrene Strecke mit einigen GPS-Ungenauigkeiten

Eigene Mail an die Stadt Dessau und den ADFC

Hier noch zwei Bilder von der Seite Mapillary (Direktlink zu der Stelle).

2019 steht noch kein Schild Radweg Ende

An der Stelle kann man nur rechts über die Brücke auf den erwähnten sehr schlecht befahrbaren Waldweg abbiegen.

Ein weiteres Problem ist der Radweg in Dessau Süd parallel zur ehemaligen B184 in Richtung Zentrum ab der Jet-Tankstelle. Wurzeln, Absätze zur Fahrbahn und eine sehr gewöhnungsbedürftige Wegführung – parallel zur Hauptstraße ist plötzlich rechts vor links, was sowohl für den Abbiegeverkehr von der Heidestraße in Richtung Osten, als auch für den abseits der Heidestraße geführten Radverkehr.
Der Abbiegeverkehr muß dem aus Süden kommenden Verkehr den Vorrang gewähren, im schlimmsten Fall mit Rückstau und Behinderung auf der Heidestraße oder bei Mißachtung Gefährdung der Verkehrsteilnehmer aus Süd. Anders ist es bei Fahrzeugen in Richtung Heidestraße – da ist der optische Eindruck eines Vorranges auf der ebenfalls als Heidestraße geführten Parallelstraße.
Die Problematik besteht ab dem Abzweig Tempelhofer Straße.
Auch wenn eine rechts vor links Regelung in dem Bereich auf dem Papier sinnvoll aussieht, aus Verkehrsteilnehmersicht zumindest hinterfragbar

Sehr positiv ist zu erwähnen, dass sowohl die Stadt Dessau, als auch der ADFC bereits innerhalb von 24h reagiert haben. Das kennt man durchaus anders.

Das waren die letzten Reaktionen, also wird es vermutlich irgendwann heimlich, still und leise geändert werden.

Update 07.04.2022

Da ich in Roßlau etwas zu erledigen hatte, habe ich die Gelegenheit direkt genutzt, den Stammtisch des ADFC in Dessau zu besuchen. Dabei bot es sich an, gleich an der Fahrradsackgasse nachzusehen, was sich getan hat. Und es hat sich etwas getan: Das Schild Radweg Ende ist weg, nur noch das Loch im Boden war vorhanden…

Update 1204.2022

Es gab nun noch eine Abschlußmitteilung der Stadt Dessau und sie haben es sich nicht einfach gemacht:

Das klingt plausibel und ist nachvollziehbar – klar, wenn der Weg der einzige Ausweg ist, dann ist es schon so, dass der Weg befahrbar sein sollte, da es ein Neben/Anschlußweg ist, macht die Sache verständlicher. Klar, das im Wald kein asphaltierter, aalglatter Radweg zu erwarten ist. Von daher war meine Erwartungshaltung zu hoch, da es für mich erkennbar der einzige Weg war, der in Richtung Dessau Süd aus dem Bereich Weststraße führte.
Grundlegend muß man aber sagen, dass die Reaktion der Stadt Dessau deutlich umfangreicher war, als ich erwartet habe – also insoweit alles in Ordnung

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