Letzte Aktualisierung am 10. August 2023 21:31 von admin
Nach einer erneut entspannten Nacht in der Hängematte ging es heute über Zehdenick und Liebenwalde nach Oranienburg. In Zehdenick hat mich direkt eine geschlossene Brücke erwartet.
Bis kurz vor Liebenwalde fuhr ich direkt an der Havel – ein richtig guter Radweg, bei dem man einerseits gut voran kommt, aber andererseits keinerlei andere Fahrzeuge die Fahrt stören. In diesem Bereich ist auch die Bischofswerder Schleuse. Die Schleusung eines Bootes habe ich dann mal beobachtet – real hab ich das noch nicht gesehen.
Ähnlich gut ging es bis Oranienburg – eine Fahrradstraße durch den Wald ließ sich sehr gut befahren
Im weiteren Verlauf habe ich kaum noch Fotos gemacht – vorwärtskommen und fehlende markante Motive war ein Teil der Gründe. Von Oranienburg ging es dann parallel zur Havel bis Berlin Spandau, durch den Grunewald(mit etlichen fiesen Anstiegen und entsprechend erholsamen Abfahrten) bis Wannsee. Dieses mal fuhr ich am Ufer um in der Sonne den Anstieg der B1 zu sparen. Gegenüber der Pfaueninsel fand ich dann eine geeignete Stelle zum Baden. Anschließend ging es dann recht zügig über die Gliencker Brücke Richtung Potsdam, wo meine Fahrt dann jäh(oder auch nass) unterbrochen wurde. Die Warnungen hatte ich frühzeitig erhalten und habe mich dann in Potsdam untergestellt.
Um 17 Uhr bin ich dann von Potsdam gestartet – habe unterwegs noch 2 kleinere Pausen gemacht um zu essen und zu trinken. Ich bin am Ende nur bis Wittenberg gefahren, denn ich hatte nicht mehr genug essen und trinken für nochmal 46km und 2,5h Fahrt. Ich bin von Wittenberg bis Bitterfeld mit dem Zug gefahren und den Rest mit dem Rad. Ich war dann gegen 22 Uhr zuhause. Ich war 168h unterwegs. Ich habe die Zeit absolut genossen, die Anstrengung tat mir richtig gut. Weitere Ergänzungen kommen in den nächsten Tagen, einfach oben auf das Änderungsdatum achten. Ein Fazit zu dieser Tour folgt später.
Letzte Aktualisierung am 11. Juli 2023 21:52 von admin
Tag 6 hatte eine entscheidende Änderung, es geht Richtung Heimat, alle Ziele in der geplanten Zeit erreicht, einzig das Ziel Swinemünde stand heute noch an. Hier auch mal Bilder meines Schlafplatzes, den ich wie an den Tagen zuvor sauber verlassen habe. Ab diesem Tag bin ich mit fest montierten Solarpanel gefahren, denn trotz der teils geladenen Powerbank sollte es eng werden. In den letzten Tagen habe ich schon weder Uhr noch Pulsmesser geladen um Energie zu sparen.
Von Kolpinsee ging es dann über Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck nach Swinemünde, auch da gab es hin und wieder Unterhaltungen mit anderen Radfahrern, für die ein solche Tour unvorstellbar ist und mich für dieses Erlebnis beneiden. Es muß nicht gleich so ein Ritt sein, man kann auch mit kleineren Strecken viele Erlebnisse verbinden und sieht etwas von der Gegend.
Die Grenze zwischen Deutschland und Polen
Ja die Grenzlinie war dann im warsten Sinn ein Wendepunkt. Von dort war es nur noch Rückfahrt. Für den Heutigen Tag waren 200km geplant. Einige Orte auf der Strecke waren Usedom, Anklam, Friedland, Woldegk, Templin. In Templin habe ich noch an der Tankstelle etwas zu Trinken geholt. Kurz hinter Templin habe ich mir dann einen Platz für die Übernachtung gesucht, denn da ich langsamer unterwegs war und länger als geplant in Swinemünde war, war ich ein wenig in Verzug geraten – die Tagesstrecke war aber auch 50 km länger als an den Vortagen.
Der tag verlief ohne größere Schwierigkeiten, vor Templin bin ich von der geplanten Route abgewichen, weil es eine Fahrradstraße durch den Wald gab und die ließ sich sehr gut befahren und bin dort mit einem ordentlichen Schnitt gefahren. Und so ging es dann in die letzte Übernachtung in der Hängematte. Die 2. Hälfte der Rückfahrt ist am Tag 7
Letzte Aktualisierung am 11. Juli 2023 21:50 von admin
In sassnitz ging es dann recht früh los, 6:10 stand ich am abfahrbereiten Rad. Das Ziel heute war Kölpi0nsee auf der Insel Usedom – einige km hinter Zinnowitz. Ursprünglich war der Plan auf dem ziemlich direkten Weg über Zirkow nach Putbus und dann über Garz zur Fähre Glewitz. Allerdings habe ich mich wegen einer Straßensperrung ab Binz entschlossen Binz, das Jagdschloß Granitz anzufahren.
Anschließend habe ich direkt an der Bahnstrecke des rasenden Roland gegen 9 Uhr gefrühstückt. Die Hoffung war, dass in der Zeit ein Zug vorbeikommt – tatsächlich waren es kurz hinterienander 2.
Die Folge war größerer Umweg über das Ostseebad Baabe mit den gewohnt schlechten Radwegen auf Rügen. Eines der Highlights war die Ruderfähre Moritzdorf
Über Putbus ging es dann zur Glewitzer Fähre
Damit ging es wieder auf dem Festland weiter – Greifswald, Wolgast und Zinnowitz waren die nächsten Etappen. Ab Reinberg ging es dann auf der B105 nach Greifswald. Zu Beginn traf ich auf einen Rennradler, der in der Gegenrichtung auf der Pflasterstraße unterwegs war. Witzigerweise fuhr er eine ähnliche Tour, allerdings in der anderen Richtung. Da er aus Dessau kommt, wird es wohl auch mal ne gemeinsame Runde geben. Ich habe mich entschieden, direkt auf der B105 zu fahren, die Straße war zwar mit Mindestgeschwindigkeit 30km/h ausgeschildert, aber dank Rückenwind bin ich zw. 32 und 35 km/h geschwankt. Kurz bevor die B105 zur Umgehungsstraße wird, habe ich nochmal eine Pause gemacht. Dabei fiel mir eine Papiertüte, um die etliche Fliegen rumschwirrten. Bei näherer Betrachtung war es eine Tüte, in der mal Geflügelmastfutter verkauft wurde und der Inhalt war wohl ein totes Huhn oder Ähnliches. Ich habe daraufhin die Polizei kontaktiert, denn ich habe das als ein seuchenschutzrelevantes Problem eingestuft. Nach einiger Zeit kamen sie auch und nahmen sich der Sache an.
In Greifswald habe ich dann nochmal die Vorräte aufgefüllt und bin am ehemaligen AKW Lubmin weiter bis Freest. Dort sollte es erneut auf die Fähre nach Peenemünde gehen – kurz vor der Fähre hatte ich dann noch den Fährplan befragt, allerdings war ich etwa 30 min von der letzten Fahrt entfernt. Die Insel Usedom hatte ich gegen 19:30 Uhr erreicht
ehemaliges AKWPeenebrücke Wolgast
Nun ging es auf den letzten Abschnitt für diesen Tag – Bannemin, Zinnowitz, Zemplin, dort bin ich noch kurz in die Ostsee gesprungen – ein muß nach diesem Tag.
am Strand von Zempinam Strand von Zempinam Strand von Zempinam Strand von Zempin
In Koserow habe ich in direkter Strandnähe noch richtig gut gegessen – Da Camillo in Koserow von mir absolut empfehlenswert freundliches und ein sehr flexibles Personal(Sitzplatz in Sichweite vom Rad, somit brauchte ich nichts vom Rad abbauen und zusätzlich gab es Strom für die Powerbank) Das Essen war lecker und die Aussicht am Abend einfach nur traumhaft.
Satt und zufrieden ging es zum Schlafplatz wenige 100m außerhalb von Koserow. Ich hab wunderbar geschlafen, auch wenn ich nur 100m von Bahnstrecke und Landstraße entfernt war und die ganze Nacht ein vernehmbares Summen zu hören ist – klang einfach wie eine größere Menge Bienen, war aber als Hobbyimker nicht bedrohlich, sondern sehr beruhigend. Zur Insel Usedom geht es am Tag 6
Letzte Aktualisierung am 16. Juli 2023 23:41 von admin
Am Morgen des 4. Tages ging es recht früh weiter. Wenige 100m nach meinem Schlafplatz war schon die 1. Schutzhütte – wäre die Alternative gewesen, hätte ich kein Loch im gebüsch gefunden. Das Fernziel war Sassnitz. Davor kamen aber Highlights wie Stralsund, der Rügendamm, die Witower Fähre, Kap Arkona.
Der Abschnitt bis Stralsund war ein Weg entlang der Boddenküste durch kleine Orte, jeder Ort hatte gefühlt 2 Imker, alle 1km war eine Schutzhütte, der eigentlich geplante Übernachtungsplatz wäre ideal gewesen – Vorauswahl hat also auch da funktioniert.
Ja, es gibt sogar Wanderdünen;-) Die gesamte Strecke völlig entspannt, auch über den Rügendamm – auf der anderen Seite bei Altefähr war erstmal Frühstück angesagt – ich habe Teils noch von den vorhandenen Reserven gelebt. Nach dieser ausgiebigen Pause fuhr ich weitestgehend entlang der Westküste von Rügen Richtung Norden, Rambin, Gingst und Trent lagen auf dem Weg zur Witower Fähre – die Wege selbst waren nicht so dolle, es war zwar Betonpflaster, allerdings teils sehr uneben, zum größeren Teil mit runder Oberseite – es war also fast wie Kopfsteinpflaster.
Auf der Fähre erzählte mir eine Radfahrerin einen Vorgang, der ihr selbst in Stralsund widerfahren ist: es gibt in Stralsund wohl eine Straße, bei der ist der Fußweg für Radfahrer freigegeben, außer auf einem 200m langen Stück, dort wurde sie vom Ordnungsamt angesprochen und wegen fahren auf dem Fußweg zu einer Strafe von 55 € verdonnert, dass ist ja erstmal insoweit nicht nett, aber geht insoweit in Ordnung, wenn nicht ein kleines Detail wäre: die Strafe wurde augenscheinlich nur von Touristen erhoben, nicht von Einheimischen. Das die Frau nach eigenen Angaben sehr langsam und umsichtig fuhr, änderte nichts.
Angenehm ist was anderes. Die Wege wurden auch nach der Fähre kaum besser, der Anteil Straße war aber größer. In Wiek habe ich dann noch den Bäcker ausgeräubert – ich brauchte ja noch was kuchenartiges, damit ich an Kap Arkona was zum Naschen habe ;-). Gut versorgt habe ich mich wieder aufs Rad geschwungen. Der Weg Richtung Putgarden/Kap Arkona war schon übel – oft genug war fahren unmöglich – lockerer Sand war zum Fahren ungeeignet. Stattdessen war schieben angesagt.
mehr ist nicht mehr übrigBlick von Kap Arkona
Die letzte Etappe an Tag 4 sollte bis Sassnitz gehen, Altenkirchen, Julesruh, Glowe, Sagard lagen auf dem Weg. Kurz vor Glowe habe ich noch einen Abstecher an den Strand gemacht und einen Sprung ins kühle Nasse gemacht… In Sagard hatte ich noch meine Vorräte aufgefüllt und hatte da noch den Gedanke, einen Döner zu essen. Allerdings war der schon zu… Ich wurde dann von 4 Männern mit dem gleichen Ansinnen angesprochen – diese fuhren dann mit Auto zu einem Döner in Sassnitz. Ich hab mir dann die Route rausgesucht und bin dort ebenfalls hingefahren. Sie waren schon erstaunt, dass ich diese Strecke so schnell überwunden habe – geschockt waren sie, dass ich in dem Moment schon bei 140km an diesem Tag war. Ich habe mich dann zu ihnen an den Tisch gesetzt, es war schon ne witzige Runde.
Später bin ich dann zum geplanten Übernachtungsplatz gefahren – Sassnitz Eiskeller heißt dieses Waldstück südlich von Sassnitz.
So unproblematisch wie die letzten Nächte verlief auch diese Nacht – weiter gehts mit Tag 5
Letzte Aktualisierung am 13. Juli 2023 23:34 von admin
Nach dem Frühstück ging es deutlich später als es sinnvoll ist aufs Rad, dafür aber mit teils bekannten Strecken, teils Neuland und ein wenig auf dem Weg in die eigene Vergangenheit und Kindheit. Mehr dazu an gegebener Stelle.
Von Kühlungsborn ging es auf dem Ostseeküstenradweg nach Warnemünde, dort über die Fähre „Hohe Düne“ nach Markgrafenheide. Vorab kann ich sagen: Das Fischbrötchen an der Fähre war das Beste in der ganzen Zeit. Kurz nach der Fähre ist die Halterung für das Handy gebrochen, ab da war das Handy dann in die Tasche verbannt und ich mußte mich auf die Line-Navigation des Fahrradcomputer verlassen. Dies funktionierte besser als erwartet und nur in Einzelfällen habe mal auf dem Handy nachsehen müssen. Die gebrochene Halterung ist also das 2. Opfer, was ich bringen mußte, denn das Headset hat den Regen nicht überlebt. Damit war ich also mit dreifachen Handicap unterwegs – keine Musik, keine Navigationsanweisungen und kein Blick aufs Handy bei der Fahrt.
Auf dem Weg nach Graal Müritz bin ich ein wenig vom Weg abgekommen, aber das war unproblematisch, denn die Wege sind auch gut beschildert. In Graal Müritz war ein kurzer Abstecher an den Strand Pflicht. Weiter ging es bei viel Wärme über Niehagen nach Arenshoop und von da zum Darßer Ort. Dort war angedacht am Strand einige Stunden zu entspannen, zu Baden und die Zeit zu genießen.
Einige Stunden Später ging es dann nach Prerow, wo ich mir im Darßer Brauhaus eine ordentliche Stärkung gönnte. Eigentlich zeitlich Wahnsinn, denn von Prerow lagen noch Zingst, Pruchten und Barth auf der Tour oder 28km vor mir. Ich hatte mich einfach darauf verlassen, dass die Plätze für die Übernachtung geeignet sind. Wie eingangs erwähnt war dieser Abschnitt auch eine Reise in die eigene Kindheit/Vergangenheit. Ich war zuletzt 1983 zuletzt in Prerow/Zingst/Pruchten/Barth. Für mich war es schon erstaunlich, dass es von Zingst fast nichts in der Erinnerung gab, Prerow und Pruchten dagegen durchaus bekannte Punkte vorhanden waren. Dabei gilt das insbesondere für Pruchten(Kino, Zugang zum Ferienlagergelände etc). Dort war ich insgesamt 4 Wochen durchgängig in dem ort bedingt durch Ferienlager und anschließendem Urlaub. In dieser Zeit habe ich mit einem geliehenen Rad meine größte Radtour für die folgendenen 35 Jahre gemacht. Ich habe damals den Darß komplett umrundet. Es mußten also 40 Jahre vergehen um das ansatzweise zu wiederholen.
Mein Schlafplatz war an diesem Tag Verzweiflung, denn ich hätte noch ca. 10km weiterfahren müssen, aber das war wegen der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr machbar. So war es dann ein Baum/Strauchstreifen am Feld, wo ich die Hängematte unterzubringen hatte. Selbst das ging ganz gut, Stirnleuchte hat gute Dienste geleistet, denn beim Aufbau war es dunkel, die Fotos entstanden am nächsten Morgen. Die Nacht war ruhig, es gab leichten Regen, aber das Tarp hat alles trocken gehalten. Weiter gehts an Tag 4.
Letzte Aktualisierung am 14. Juli 2023 20:33 von admin
Gegen 5 Uhr habe ich mich nach Kühlungsborn aufgemacht. Da mein guter Kumpel Jürgen eher länger schläft, habe ich mich in Kühlungsborn ein wenig umgesehen, paar Fotos gemacht und etwas die Zeit totgeschlagen bevor ich zum Frühstück eingefallen bin 😉
So sieht man nach 380km ausich finde, das Rad hat es schlechter getroffen
Der Tag verlief total entspannt, ich habe große Teile des Tages am Strand verbracht, oft Baden gewesen und auch hin und wieder etwas geschlafen. Allerdings hab ich zugesehen, nicht in der prallen Sonne zu braten. Die Erfahrung aus dem letzten Jahr schmerzt beim Gedanke daran immernoch.
Am Abend war ich nochmal bei Jürgen und seiner Frau, beide bestanden darauf, dass ich noch zu Abend essen sollte. Anschließlich habe ich mir für die Nacht noch 2 Fischbrötchen eingefangen. Es folgte eine wunderbar entspannte Nacht in der Hängematte – ich habe richtig gut geschlafen, Meeresrauschen, Vögelgezwitcher und natürlich der fehlende Schlaf von der Fahrt haben Folgen. Hängeort war identisch mit dem Platz vom Vorjahr, nur mit dem Unterschied, dass ich nicht allein war – ein weiterer Radwanderer hatte sein Zelt da aufgeschlagen. Bezüglich der Platzverteilung war die Sache eindeutig – zwischen meinen 2 Bäume waren Himbeeren – für Zelt ungeeignet.
Die Nacht endete gegen 6 Uhr und hab dann entspannt alles zusammengepackt und wunschgemäß in Kühlungsborn gefrühstückt. Und an dieser Stelle geht es weiter mit Tag 3
Letzte Aktualisierung am 13. Juli 2023 23:12 von admin
Am 20.06.2023 war es mal wieder soweit, die große Tour stand an. Der Wecker war zwar auf 3 Uhr gestellt, abfahren wollte 3:30 Uhr – vom Wecker habe ich aber erst kurz vor 3:30 Uhr mitbekommen, also dann raus aus dem Bett und das Nötige erledigt, Letztes in den den Taschen verstaut und die Abfahrt war dann 3:50 Uhr – die Gedanken waren aber eindeutig: Mist, geht ja gut los. Trotzdem habe ich mir auch Zeit für Fotos genommen – diese werden an passender Stelle jeweils eingefügt.
Die Strecke bis Burg für den 1. geplanten Einkauf verlief unauffällig und ohne jegliche Vorkommnisse. In Burg kam ich tatsächlich aber 30 min eher an, also war ich deutlich schneller als im Vorjahr. Nach dem Einkauf habe ich ab Burg aber den direkten Weg zur Elbe genommen, statt über einige Dörfer zu kleckern. Ich hatte auf dem Wetterradar permanent eine Gewitterfront im Nacken, daher machte ich an der Elbe etwas mehr Druck und fuhr dann bis zur Schleuse Parey mit einem Schnitt von knapp 30kmh. Da hat aber die Front etwas geschoben, sonst wäre das undenkbar.
An der Schleuse wurde der Regen dann so stark, dass ein Weiterfahren nicht sinnvoll, durch Gewitter sogar eher gefährlich wurde. So stand und saß ich ca. 3 h weitestgehend fest – ich hab es bei nachlassendem Regen auch mal versucht weiterzufahren, war aber noch zu viel Regen. Im nachhinein hätte ich mich anders entschieden und wäre noch bis zur nächsten Schutzhütte gefahren. Dies hätte mir noch etwas Zeit gebracht, denn der Regen wäre später losgegangen und hätte früher aufgehört. Aber hinterher ist man immer schlauer.
Im Bereich Ferchland bin ich viel weiter auf dem Elbdeich gefahren, als gut, war, ich hatte eher Feldweg und lockerer Kiesuntergrund sowie hohes Gras – war recht kräftezehrend und zeitraubend. Noch schlimmer wurde es in Jerichow, wo ich dann wegen Bauarbeiten durch den Schlamm musste und keinen Meter gespart, dafür aber noch mehr Zeit verloren habe. Ich hätte wohl doch öfter auf die geplante Route sehen sollen – im letzten Jahr war diese Strecke zumindest weitestgehend befahrbar(Burg Jerichow). Auch kurz vor Havelberg bin ich nochmals vom rechten Weg abgekommen, aber das war kaum nachteilig. In Havelberg habe ich mich wegen dem bestehenden Seitenwindes entschieden, über Wittenberge zu zu fahren – somit hatte ich bis Wittenberge weitestgehend Rückenwind und kam damit zügig voran. In Wittenberge habe ich meine Vorräte nochmals aufgefüllt, denn nach dem Regenende bei Fischbeck wurde es fast unerträglich warm und wie in einer Sauna.
Der Kalimanscharo3h wartenmit Regendie Bahnbrücke in Wittenberge
Nach dem Ortsausgang von Wittenberge gab es eine Umleitung des Radweges nach Perleberg, der im letzten Jahr ganz entspannt durch den Wald führte. Durch den Wald ging es teilweise auch, aber der Untergrund war kräftezehrender lockerer Kies – eine Zumutung. Zusätzlich wird der Elberadweg in der Stadt über Fußwege, Radfahrer frei“ geführt. Die Verantwortlichen in Wittenberge sollte man mal mit Gepäck und Fahrrad auf diese Strecke schicken. Befragen werde ich diese auf jeden Fall mal, denn das was da als Umleitung eines Fernradweges angeboten wurde ist auch gefährlich. Eine Nachfrage bei der Stadt Wittenberge habe ich heute(03.07.2023) abgeschickt. Bisher gab es keine Reaktion, irgendwie keine Überraschung.
Ansonsten ging es völlig entspannt weiter, gefühlt habe ich weniger Pausen gemacht und auch weniger gebraucht – vermutlich bin ich noch etwas fitter als ich angenommen hatte. Immerhin halte ich mein Gewicht mit einer Schwankungsbreite von 3kg seit über 1 Jahr konstant.
Von Perleberg ging es über die B5 nach Schwerin, wo ich gegen 22 Uhr ankam. Auf diesem Abschnitt hatte ich dann einige Radfahrer in gleicher Richtung – die Unterhaltungen waren eine gute Motivation. In Sichtweite zum Schweriner Schloß habe ich dann in der Innenstadt noch einige Brötchen gefuttert.
Der letzte Abschnitt führte über Bad Kleinen, Wismar , diverse kleine Orte Richtung Kühlungsborn. Zw. Schwerin und Wismar habe ich eine kurze Pause gemacht, bei der ich mich in einer Bushaltestelle kurz hingelegt habe und wohl ca. 10 Minuten geschlafen habe. Diese Pause war nötig, denn es machte sich in mir das Gefühl von Sekundenschlaf breit. Ab Wismar hatte ich eine Gewitterfront im Nacken, die mir langsam näher kam. Kurz vor Bastorf habe ich entschieden, doch zum Leuchtturm zu fahren, da ich dort eine ausreichend sichere und trockene Unterstellmöglichkeit wusste. Direkt bei der Ankunft bekam ich die ersten Tropfen ab, also alles richtig gemacht.
Somit hat sich bestätigt, Entscheidung war komplett richtig. Ich habe am Leuchtturm wie letztes Jahr etwas geschlafen – vielleicht 1 Stunde, dann hatte der Regen aufgehört und ich konnte trocken nach Kühlungsborn fahren. Ich war 24h unterwegs, davon 16h40min in Bewegung. Weiter geht es bei Tag 2...
Letzte Aktualisierung am 20. Juni 2023 06:03 von admin
Hier werde ich versuchen unterwegs per Spracheingabe Notizen und den aktuellen Stand eintragen – Rechtschreibung, Grammatik ist garantiert nicht 100%, Fotos kommen drunter
Abfahrt war dann tatsächlich 3:50 Uhr mit einem kleinen den ich Verspätung gestartet
Es ist 6 Uhr und ich mache die erste Pause nach ca 43 km
Letzte Aktualisierung am 9. Juni 2023 09:47 von admin
Für den 04.06.2023 ist die bisher längste Tour im Jahr 2023 geplant, Stand heute paßt das Wetter.
Tour 1: Die Tour für Sattelfeste
Um sich dieses Erlebnis nicht entgehen zu lassen, startet eine Gruppe sportlich ambitionierter ADFC-Mitglieder am 04.06. mit Tourenrädern morgens um 4:00 Uhr vor dem Dessauer HBF, Ausgang Stadt, um nach 135 km den Anschlusspunkt zur Sternfahrt in Berlin Mahlow um ca. 11:00 Uhr zu erreichen. Von dort geht es dann mit Tausenden anderen Radfahrern gemeinsam über die Stadtautobahn zum Großen Stern, wo das traditionelle Umweltfestival stattfindet.
Einladung des ADFC Dessau
Geplant ist die Abfahrt zum Treffpunkt in Dessau gegen 3 Uhr. Nach den Temperaturen wird es wohl doch auf lange Kleidung zum Start hinauslaufen – ausziehen geht aber immer.
In Dessau ist der Start gegen 4 Uhr am Bahnhof geplant
Was nehme ich mit:
Essen/Trinken/Nervennahrung in 1 Tasche
Gopro/Powerbank/Headset/Pulssensor/USB-C-Kabel
Flickzeug/Reifenheber/Luftpumpe
für den unwahrscheinlichen Fall von müde nehme ich noch einen Schlafsack mit
Antreten werde ich die Fahrt mit dem Erbrad – mal sehen, wie ich damit die knapp 330km schaffe.
Notwendige Vorbereitungen:
[x] Kette reinigen/schmieren
[x] Fahrrad reinigen/Anbauteile nachziehen
[x] Luft aufpumpen
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gefahren geplant
Fotos kommen dann ab 04.06.2023 teilweise von unterwegs.
Hier nun noch ein kleiner Tourbericht. Wie geplant ging es gegen 3 Uhr in Wolfen los. Die Fahrt nach Dessau war durchaus frisch 1° zeigte der Fahrradcomputer im Wald zwischen Autobahn A9 und Dessau Süd an. Treffpunkt war 4 Uhr am Bahnhof in Dessau geplant, die Mitfahrer waren aber schon zum nächsten Treffpunkt weitergezogen – zu einem Tempel für Autofahrer – eine Tankstelle im Dessauer Norden. Von da ging es gegen 4:30 Uhr in einer Gruppe von 7 Radlern so richtig los. Unterwegs sind noch 2 dazugestoßen, somit waren wir erstmal neun Mitfahrer. In Treuenbrietzen sind wir gegen 7:30 Uhr angekommen und es war erstmal Energie beim Bäcker nachfüllen angesagt. Kurz vor der Weiterfahrt kam noch einer aus Dessau dazu, der uns hinterher gefahren war. In Treuenbrietzen hatten aber 2 Mitfahrer entschieden, nach Brück zum Bahnhof zu fahren und die Tour zu beenden. Auch der in Treuenbrietzen Dazugestoßene konnte sein bis dahin gefahrenes Tempo nicht weiter mitgehen und hat auch den Rückzug angetreten, somit ging es mit leichten Gegenwind nach Mahlow. Dort kamen wir gegen 11:10 Uhr an – bisschen Pause und dann ging es nach 11:30 Uhr Richtung Stadtautobahn. Auf dem Weg dahin kamen noch weitere Gruppen dazu. Auf dem Abschnitt zw. Treuenbrietzen und Mahlow hatte ich arge Probleme, nach 120km hatte ich starke Schmerzen in beiden Handgelenken. Dies kannte ich von dem 3d-Lenker am Diamantrad nicht, da ich dort mindestens 3 verschiedene Griffpositionen habe. Somit werde ich zur Ostsee entweder direkt das Diamantrad nehmen oder den Lenker umbauen. Weitere gesundheitliche Probleme gabs dann auf der Stadtautobahn. Ich hatte wohl deutlich zu wenig getrunken und gegessen – somit musste ich auf der Fahrt zur Siegessäule wegen Schwäche 2x stoppen. Einmal wurde ich von einem Ordner angesprochen, ob es mir gut geht.
An der Siegessäule hab ich mich dann einige Zeit ausgeruht und dann ging es gegen 16 Uhr auf die Rückfahrt parallel zu Avus zum Wannsee und über Potsdam zur Bundesstraße B2. Ich war dann gegen 22:30 Uhr habe ich dann mal gesichtet, was wann ab Wittenberg noch an Zügen fährt. Ein IC um 23:17 Uhr war der letzte Zug Richtung Bitterfeld. Laut Komoot-Navigation war die geplante Ankunft in WB ca. 23:15 Uhr sein sollte, mußte ich mich etwas strecken. Tatsächlich war ich schon 23:10 Uhr auf dem Bahnsteig. Dort habe ich entspannt eine Fahrkarte und eine Fahrradkarte gebucht. Der Zug hatte natürlich 10 min Verspätung. Somit war das Extra-Druckmachen unnötig, aber beruhigend.
Zum Schluß gabs dann noch ein wenig Raserei – ich habe den IC ab Wittenberg genommen, weil mir die Risiken einer 2 h Fahrt nach Wolfen im Dunklen zu groß waren, die Strecke verläuft über weite Strecken über unbeleuchtete Wege mit Kies und Schotter, teils durch den Wald. Bei Tageslicht alles ok, aber in der Nacht nach 20h im Fahrradsattel war das nicht mehr sinnvoll. Der Zug war dann nach 15 min in Bitterfeld, von da bin ich mit dem Rad noch nach Wolfen gefahren und war 0 Uhr zufrieden zuhause.
Als Fazit kann ich feststellen: Zuviel Ausrüstung, weder Solar Panel, noch Schlafsack kamen zum Einsatz, Bekleidung war wegen der kalten Nacht knapp ausreichend, Fahrrad ist so wie es ist NICHT für die Ostseetour geeignet – anderer Lenker und anderer Strahler vorn sollte es aber tauglich machen.