Einleitung

###Updates unten###

Weswegen diese Seite? Einerseits um anderen Mut zu machen, sich auch nach Krankheiten Herausforderungen zu stellen. Bei mir war es im März 2018 ein Herzinfarkt und vermutlicher Schlaganfall(sagen zumindest die Ärzte). Klar, danach fehlt einem erstmal der Antrieb, oft genug ist es aber auch durch Medikamente bedingt. So war es zumindest bei mir.

Andererseits möchte ich hier meine Erlebnisse und Erfahrungen dokumentieren und andere animieren, sich auch mal zu fordern, sich einer Herausforderung zu stellen. Und selbst wenn man es nicht schaffen sollte, man hat sich an seine Grenzen und ein Stück darüber hinaus gebracht. Natürlich sollte die Herausforderung zu den Möglichkeiten passen.

Mein Entschluß für derartige Touren begann am 14.07.2018 zu reifen – also etliche Monate nach dem Herzinfarkt. Ich hab nach dem testweisen Absetzen aller Medikamente am 05. Juli einen Schub an Lebenslust bekommen. Am 14.07.2018 Datum bin ich mal früh 6:30 Uhr aufs Rad und mal nach Rostock Warnemünde geradelt, vom Startpunkt aus, waren es nur 27km – macht also 54 km für die Hin- und Rückfahrt. Ich war genau 3h unterwegs inkl. Pause auf der Mole in Warnemünde und auf der Rückfahrt noch nen Spritzring vernascht.

Da ich durch die Fahrt keinerlei körperliche Probleme hatte, im Gegenteil mich richtig fit fühlte(im Vergleich zu den Monaten davor), kam dann der Gedanke an zukünftige Touren und irgendwann auch an mehrtägige Touren auf. So begannen dann die Gedanken an die 1. (richtige) Tour, welche von vornherein auf Anfang Oktober und auch nach Warnemünde angedacht war.

Die erforderlichen Vorbereitungen findet ihr hier

+++Update 16.07.2019+++

Nun bin ich bereits über 1 Jahr frei von jeglichen Medikamenten, wenn man mal von den Magnesiumtabletten absieht, die ich aufgrund der doch umfangreicheren Bewegung zu mir nehme. Die Entscheidung, alle Medikamente abzusetzen, hat mir nicht geschadet, ich bereue den Entschluß keineswegs, auch wenn es wegen des Alleingangs auch etliche kritische Stimmen gab. Es geht mir gut, der Bewegungsdrang ist eher sogar noch größer geworden. Ich neige dazu, alles, was noch mit Rad erreichbar ist, auch mit dem Rad anzufahren und zusätzlich 1x pro Woche nochmal 20-40km für den Spaß zu machen. tendenziell werden diese Touren für den Spaß immer länger -waren erst 20 km ausreichend neige ich dazu, auch Strecken über 40km mal am Abend abzureißen…

Diese körperliche Belastung tut mir gut, auch Streßsituationen im Alltag bringen mich kaum aus der Ruhe – im Gegenteil, ich genieße es, auch solche Herausforderungen mit Gelassenheit zu meistern und dabei den Überblick zu behalten.

In Kürze geht es mal paar Tage an die Ostsee, das Rad werd ich da auch dabei haben.

+++Update 30.07.2019+++

In 5 Tagen an der Ostsee habe ich über 200km auf dem Fahrrad verbracht.

+++Update 19.01.2021+++

Der aktuelle Stand bezüglich Medikamente: Bis zum heutigen Tag habe ich seit dem 05.07.2018 genau 2 halbe leichte Kopfschmerztabletten zu mir genommen und ich fühle mich immernoch bestens.

+++Update 17.08.2021+++

Nun mal wieder ein kleiner Gesundheitszustand. Medikamente immernoch bei 0, stattdessen habe ich seit Januar 2020 einiges an gewicht verloren, ein Großteil allein in 2021. ich bin nun bei meinem im Oktober 2019 als Fernziel angedachten Gewicht verdammt nahe – unter 80kg wollte ich erreichen und schwanke aktuell bei 80-81 kg, fühle mich absolut fit. Das Ziel habe ich mit mehr Bewegung und bewusst etwas weniger essen erreicht. Auf dem Rad komme ich nicht mehr außer Atem und auch sonst bin ich körperlich deutlich leistungsfähiger. Aktuell stört mich am Bauch noch etwas „Schwarte“ aber die werde ich mit Bewegung auch noch los. Bezüglich der Touren bin ich nun bei 50 bis 60km mal schnell am Abend. Ich bin weder dabei noch danach kaputt, auch am nächsten Tag keinerlei Einschränkungen. Es ist sogar so, dass die Tourenlänge von der Dunkelheit beschränkt wird, denn vom körperlichen Zustand könnte ich noch weiter fahren. Dabei fahre ich aktuell einen Schnitt von teils 24km/h(auf die Gesamtstrecke bezogen).

Hier ein direkter Vergleich wie 25kg aussehen

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September 2021 und neue Dashcam

11.09.2021: Ein kurzer Abstecher in Wolfen, genaugenommen 200m der Strecke waren ohne Radweg, wurde ich knapp überholt, genaugenommen sehr knapp – hab dem Autofahrer noch den Hinweis auf Abstand hinterhergerufen – die Reaktion war der Stinkefinger. Solche Idioten sollten mal zur MPU gehen – ein solch ignorantes Verhalten gehört nicht an das Steuer eines Kraftfahrzeuges.

10.09.2021: Heute war es absolut irre, ich wurde von diversen (ca. 8) Autofahrern auf 2km Strecke angehupt, inkl. dem Versuch mir deren falsche Verkehrszeichenkenntnis als das einzig Richtige mir auch mit Händen und Füssen und mit minimalem Abstand klar zu machen und mit Nachdruck fast zu erzwingen – selbst ein Motoradfahrer war dabei. Das Anhupen ist natürlich je nach eigener Empfindlichkeit das Potential einen Unfall zu provozieren – erschrecken, Lenker verreißen und dann unter dem Auto landen. An sowas denken diese Fahrer(Oberlehrer-Manier) natürlich nicht. Leider hatte ich zwar die Cam dabei, durch einen Bedienfehler allerdings nur die letzten 5 min der Fahrt gespeichert und damit waren die relevanten Aufnahmen am jeweiligen Zielpunkt schon überschrieben. Auf der Rückfahrt habe ich den gleichen Fehler gemacht, da war ich ja auch noch unwissend. Inzwischen ist das Thema gelöst, da ich mich mit der GoPro etwas intensiver beschäftigt habe. Kurz vor dem Ziel stand in der Mitte der Straße ein PKW, da es links und rechts eine Einfahrt gab, war natürlich nicht erkennbar, wohin es gehen sollte – kurz vor dem Vorbeifahren ging dann der Blinker an und das Auto bog rechts ab. Es war knapp, aber ich war vorbereitet.

09.09.2021: Auch heute wieder sind Seitenabstände ein großes Problem, wobei bei mir der Abstand noch ok war, bei meinem vor mir fahrenden Sohn dann schon wieder deutlich zu klein – ich verstehe es nicht mehr. Überholen und direkt abbiegen war auch wieder dabei.

08.09.2021: Die Schule hat wieder begonnen, die Elterntaxis sind auch wieder unterwegs und ich selbst auch wieder beizeiten unterwegs. So ist es natürlich auch wieder zu Gefährdungen, sinnlosen Überholvorgängen und Ähnlichem gekommen.

Bei einer Fahrt durch Bitterfeld heute vormittag hat mit ein Autofahrer ganz neue mathematische Optionen dargestellt – aber etwas genauer nachfolgend:

gegeben ist eine Nebenstraße mit einer Breite von ca. 5,5m. In meiner Gegenrichtung parkte ein PKW Marke Citypanzer, zusätzlich kam mit ebenfalls ein Citypanzer entgegen. Trotz das ich in der „Engstelle“ war, kam wohl eine Art spontaner Überholreiz auf – er fuhr also an dem parkenden Fahrzeug vorbei und überließ mir den Rest der Fahrbahn. Den Fahrer habe ich nach einer kurzen Verfolgung in einer Sackgasse auf den mangelnden Abstand angesprochen – natürlich war aus seiner Sicht genug Platz… Mal autofahrerfreundlich nachgerechnet: 5,5m – 2m -2m ergeben 1,5m Restbreite der Straße. Davon könnte man noch 80cm für meinen Lenker und etwas Abstand zur Bordsteinkante abziehen. Es reicht vielleicht zum Durchkommen, aber angemessener Abstand ist was anderes. Dazu kommt, dass ein SUV eher keine 2m breit ist, sondern mit Spiegeln in Richtung 2,2m geht und der Entgegenkommende nicht mit 0 cm Abstand vorbeigefahren ist.

Wenn die richtigen Abstände eingehalten würden, dann müsste die Straße etwas breiter sein: 2,20 m (parkender SUV) + 0,5 m (Abstand beim Vorbeifahren) + 2,20 m (vorbeifahrender SUV) + 1,50 m (Abstand zum Fahrrad) + 0,80 m (Lenkerbreite) + 0,50 m (Seitenabstand zum Bordstein) macht 7,7 m, wobei die beiden 0,5 m Abstände 1 m empfohlen ist. Mit Dashcam hätte er sich wohl eine Anzeige wegen Nötigung und Verkehrsgefährdung eingefangen, aber dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Aktuell bin ich (seit 1 Monat) ohne Dashcam unterwegs – die Bisherige hat es hinter sich, nach 3 Jahren Nutzung ist die USB-Buchse defekt und damit nicht mehr aufladbar. Also mußte was Neues her. Ein erster Versuch mit einer easypix Manta 4K war ein Fehlgriff – die Auslöser-Taste war derartig schwergängig, dass eine gezielte Betätigung unmöglich war. Wenigstens lief die Retourenabwicklung problemlos. Damit war ich wieder am Anfang. Ich stand nun wieder vor der Entscheidung, wieder was „billiges“ wie die letzte Cam(50€) oder doch was Anständiges. ich hab mich dann doch für eine GoPro Hero 9 black entschieden. Sie erfüllt zusätzlich zu den Minimalanforderungen meine nice2have Gedanken. Cam wird am 08.09.2021 eintreffen und dann weiß ich, ob der Kauf die richtige Entscheidung war.

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Irre auf der Straße

Nachdem es nun einige Zeit mit Abstandsverstößen und ähnlichem recht gesittet zuging, ich hatte schon an eine zunehmende Einsicht geglaubt, kam es gestern knüppeldick. Es war allerdings weniger die Anzahl der Verstöße, sondern die Schwere. So ging es in der Wolfener Steinfurther Straße gut los, als mich eine Fahrerin eines Kleinwagens erst relativ knapp überholte um anschließend direkt vor mir abzubiegen – ohne Nutzung der Bremse hätte sie mir das Vorderrad wegrasiert.

Nur kurz später überholte mich eine weitere Frau in mittlerem Alter mit einem SUV und wollte mir beim überholen durchs Seitenfenster erklären, dass ich doch auf dem Fußweg zu fahren hätte. Bei der vorhandenen Beschilderung ist das Zusatzschild „Radfahrer frei“ angebracht. Das bedeutet schlicht, dass Radfahrer dort unter besonderer Vorsicht gegenüber den bevorrechtigten Fußgängern mit angepasster Geschwindigkeit fahren DÜRFEN. Mit angepasster Geschwindigkeit ist Schrittgeschwindigkeit gemeint. Es ist also ganz klar kein mit einem Radweg vergleichbarer Weg. 200 m weiter hielt die Frau dann so an, dass ist nicht weiterfahren konnte – nun hat sie mich mit ihrer Unkenntnis der Verkehrsregeln auch nicht nur gefährdet, sondern auch noch zum Anhalten genötigt. Sie wollte das Thema dann mit eingeschalteten Parkerlaubnisleuchten(Warnblinker) mitten auf der Straße klären. Warnblinker war aber angemessen, denn vor einer solchen Kenntnis der Verkehrsregeln kann und muss gewarnt werden. Einsicht war allerdings keine vorhanden, warum sollte sie sich auch durch Tatsachen verwirren lassen. SUV, Frau, alle Klischees erfüllt. Ja ich weiß, klingt böse, aber bei dem, was auf den Straßen los ist und wie ohne Not Menschenleben riskiert werden, ist das harmlos.

Meine Tour am 12.08.2021 sollte dann über Raguhn nach Sollnitz für eine kleine Badepause führen. Den Vogel hat allerdings der LKW-Fahrer einer Spedition aus Kemberg abgeschossen. an nebenstehender Stelle hat er mich mit einem Abstand von weniger als 80cm überholt, dazu mit einer Geschwindigkeit, die wohl oberhalb der erlaubte 70km/h lag. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, am 13.08.2021 die Dispo der betreffenden Spedition zu kontaktieren. Ich hatte jedenfalls Sorge um Leib und Leben, ich bin aber eher mit dickem Fell ausgerüstet.

Der betreffende Fahrer hat mich doch tatsächlich zurückgerufen und ich konnte ihm die andere Seite(als Radfahrer) mal erläutern. Immerhin hat er eingeräumt, dass er zu schnell unterwegs war, keine Lenkzeit mehr hatte und nach eigener Aussage täglich 13-14h Lenkzeit abreisst. Monatlich würden 260 Arbeitsstunden anfallen. Ich hab ihm dann noch gedankt, das er den Mut gefunden, mich anzurufen und sich der Diskussion stellte. Immerhin hat er mit seiner Fahrweise nicht nur jegliche Verkehrsregeln diesbezüglich mißachtet, sondern auch die Vorschriften für das Fahrpersonal ignoriert. Da verwundert auch nicht, dass der Fahrer 19:15 Uhr so an mir vorbeifährt und noch 45 Minuten bis zur Spedition hat. Sollten irgendwelche Behörden diese Informationen zum Anlaß für eine Überprüfung nehmen wollen, dann bitte unten die Kommentarfunktion für die Übermittlung der Kontaktdaten verwenden, diese werden nicht veröffentlicht.

Den Rest der Fahrt habe ich genossen – baden im See und nach einer verlängerten Rückfahrt durch Dessau mit erfolgreichem Sternschnuppen gucken an der B184 auf der Höhe Marke

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Touren

Auch wenn es hier in Bezug auf Radtouren etwas ruhiger war und auch bei Komoot nix neues an Touren war, war ich nicht untätig. der Fokus lag in den letzten Monaten allerdings beim Fahren um Energie zu verbraten, als bei entspannten Touren den Kopf freizubekommen. Mit dem Ergebnis bin ich allerdings hochzufrieden. Ich fühle mich fitter als ich je in den letzten 48 Jahren war, hab seit der Tour zum Brocken stand heute 24 kg abgespeckt, vermutlich zusätzlich etliche kg in Muskelmasse verwandelt. meine gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten sind gestiegen, bin aber auch nach längeren Strecken nicht kaputt. Wenn man dann bedenkt, dass ich vor über 3 Jahren meine Medikamente abgesetzt habe und seitdem nichts zu mir genommen habe. Dabei weiß ich genau, wie ich angesehen wurde, also ich 1 Woche nach der Selbstentlassung im Krankenhaus einen Befund abholte – man ließ durchklingen: ich wäre verrückt, in meinem Zustand aufs Rad zu steigen.

Ich verstehe das bis heute nicht…

Eine im Januar 2021 gekaufte Fitness-Waage von Amazfit hat ein biologisches Alter von 60 Jahren angezeigt, aktuell sind es 49 Jahre und so fühle ich mich auch.

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Dashcam im Auto

Hier mal die sonst übliche Fahrradstrecke mit dem Auto:

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Seitenabstand und andere Bösartigkeiten

Das 2. Halbjahr 2021 ist kurz vor dem Beginn und nach einigen Tagen Ruhe wird es wieder extremer. So durfte ich mich belehren lassen(Bild 3), das dieses Verkehrszeichen einen Radweg ausschildert(Bild 1), naja Autofahrer sind unfehlbar, haben sowieso Recht und wenn nicht, wird das mit wildem Gehupe und einem Haufen Blech durchgesetzt. Ich hab es ja selbst bis vor paar Monaten nicht so gewusst, wie die Beschilderung auszulegen ist.

Aber es gibt auch positive Ausnahmen – dieser Fahrer ist sogar 1m zurückgefahren, damit ich ohne Gefährdung an ihm vorbeikomme – da bedankt man sich auch.

Im weiteren verlauf gab es nur noch PKW-Fahrer, die sich bei Gegenverkehr an mir vorbeiqutschen mußten – auf der Landstraße – 2m Seitenabstand war in unerreichbarer Entferung – wenn es 0,5m waren, dann kommt das der Realität näher. Dazu kam noch ein Angetrunkener, der auf der Bank einer Bushaltestelle lag, ich hab mich zumindest nach seinem Befinden erkundigt, mehr kann man nicht machen, wenn der jenige antwortet, dass es ihm soweit gut geht.

Radwege wurden ja angelegt, um das schnellere Vorwärtskommen der PKW zu gewährleisten und dazu dienen sie der Bereitstellung eines immer verfügbaren und freien Parkplatzes. Dazu sind die (garnichtmehr so)neuen Regeln zum Seitenabstand einigen Fahrern komplett unbekannt. Hier mal das Ergebnis aus 4min Radfahren am 21.06.2021

Gleich früh und am Nachmittag kaum besser – der Fahrer im weißen PKW(Bild 1) hat erst in dieser Position begonnen zu blinken. Bloß gut, das der Wille abzubiegen und meine Vorfahrt zu mißachten an der Fahrweise erkennbar war. Der Fußgänger ist keinen mm zur Seite gegangen, trotz mehrfachen klingeln – Handy war augenscheinlich wichtiger.

Am 30.06.2021 war es natürlich wichtig, mit dem Elterntaxi(Bild 1-3) erst knapp zu überholen um sich direkt hinter einem Bus an der Haltestelle vor uns zu quetschen – anschließend wurden wir natürlich auch noch knapp überholt. Bild 4: mal wieder ein Geisterradler.

06.07.2021

heute war es mal wieder extrem, ich wäre fast ohne Cam losgefahren, aber ich hab sie noch schnell geholt, es war eine gute Entscheidung.

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Rad-Verkehrsinfrastruktur in der Region

Update unten:

Nachdem ich heute fast den gleichen Ablauf erleben mußte, wie bei einem tödlichen Unfall zw. einem LKW und einer Radfahrerin, habe ich die Gelegenheit mit dem Fahrer direkt zu sprechen gehabt und natürlich auch genutzt. Dies passierte an exakt der gleichen Stelle wie der Unfall am 18.05.2021. Dabei fuhr sowohl der LKW als auch ich in der gleichen Richtung – es kam mir fast vor wie eine Nachstellung des Unfalls. Selbst die Stelle, an der ich unter dem LKW gelandet wäre, war vergleichbar.

Wie eingangs erwähnt, konnte ich direkt nach dem Fast-Unfall mit dem Fahrer kurz sprechen, was der mir sagte, ließ den tödlichen Unfall in einem anderen Licht erscheinen. Der Fahrer hatte den Eindruck als müssten Radfahrer an der Kreuzung rechts abbiegen, so hat ihm die Fahrbahnmarkierung suggeriert. Er hat sich für die gefährliche Situation entschuldigt, er war selbst mehr als erschrocken, insbesondere weil die Markierungen und Blumen an der Kreuzung noch vorhanden sind.

Ich kam an der Kreuzung von der Reudener Straße und wollte geradeaus in die Damaschkestraße. der LKW kam ebenfalls aus der Reudener Straße und bog nach rechts in die Thalheimer Straße ab. Er hatte mich kurz vor dem Abbiegen überholt und hat mich auch gesehen. Die Linienführung für den Fahrradschutzstreifen an der Kreuzung besteht weitestgehend nur aus Linien, die den Abbiegebereich kennzeichnen. Daher kam auch die Einschätzung, Radfahrer müssen rechts rum.

Die einfachste Lösung wäre doch, die Linien in geradeaus-Richtung zu ergänzen die Vorteile überwiegen definitiv:

  • abbiegende Fahrzeuge erkennen beim abbiegen, dass sie den Verkehrsraum eines Radfahrers kreuzen
  • der geradeaus fahrende Radfahrer hat einen sichtbaren Schutzbereich
  • zusätzlich haben geradeaus fahrende Fahrzeuge den Vorteil, nicht von plötzlich in der Engstelle auftauchenden Radfahrern überrascht zu werden – in dem Bereich existiert der Schutzstreifen ja schon

So könnte das dann aussehen – der real vorhandene Platz an der Kreuzung wird nicht weniger, da ja die Schutzstreifen auch von PKW befahren werden dürfen, sofern kein Radfahrer behindert/gefährdet wird.

Sicht auf die Kreuzung von der Reudener Straße
der LKW-Fahrer hat mich direkt vorher überholt und mich auch wahrgenommen
und fährt direkt rum
so sieht es auf der Damaschkestraße aus

Zusätzlich hatte ich vor einigen Wochen bereits Kontakt mit einem Mitarbeiter der Stadt Bitterfeld-Wolfen, der unter Anderem für die Radverkehrskonzeption verantwortlich ist. Diesen habe ich am morgen des 01.06.2021 angerufen, ihn sowohl von dem Vorfall als auch auch von den Aussagen des LKW-Fahrers und meinen Schlüssen in Kenntnis gesetzt. Die Informationen fand er hochinteressant, zumal immernoch die Aufarbeitung der Ursachen für den Unfall laufen. Ich bin ja gespannt, was da rauskommt und auch wie schnell sich etwas tut. Die aktuelle Fahrbahnmarkierung in der Damaschkestraße hat ca. 1,5 Jahre gedauert.

###Update 21.06.2021###

Inzwischen gab es and er Kreuzung 2 weitere Unfälle mit der Beteiligung von Radfahrern. 1 Radfahrerin wurde beim Überqueren der Kreuzung in Ost-West-Richtung von einem entgegenkommenden Linksabbieger angefahren. Zu diesem Unfall bin ich wenige Sekunden nach dem Zusammenstoß dazugekommen. Ein weiterer Unfall passierte vor ein paar Tagen, dabei wurde ein Kind, welches nach den mir vorliegenden Infos die Kreuzung in Nord-Süd-Richtung Richtung überqueren wollte von einem rechts abbiegenden PKW am Hinterrad des Fahrrades erwischt.

Die Kreuzung hat es in sich und ohne größere Änderungen wird sich das wohl kaum ändern. Unabhängig von den Unfällen, welche alle durch Fehler beim Abbiegen passierten, zeigt sich auch sonst die allgemein zunehmende Rücksichtslosigkeit. Abstände werden in den wenigsten Fällen eingehalten, nein, es wird sich in einer 3m Spur an einem Radfahrer mit nahezu nicht vorhandenem Seitenabstand überholt.

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Monatsabschluß März 2021

zu abschluß des Monats hab ich am 31.03.2021 nach 2 Kundenterminen noch eine Runde um die Goitzsche drangehangen – das diese Tour noch ein ungeplantes Highlight für mich haben würde, war absolut unerwartet. Aber der Reihe nach. Die Termine waren in Wolfen und in Sandersdorf, also bin ich von Wolfen über die Jahnstraße nach SDF gefahren, am Ortseingang brauchte eine ältere Frau Hilfe mit ihrem elektrischen Rollstuhl – sie hatte sich am Straßenrand „festgefahren“ und kam nicht über die Straße. Hab ihr dann schnell über die Straße geholfen und dann ging es weiter – sie war jedenfalls froh, denn sie versuchte schon einige Zeit die Straße zu überqueren. In SDF ging dann Richtung Bitterfeld ich fuhr am Bitterfelder Bogen vorbei Richtung Goitzsche-Rundweg, den ich dieses Mal in der anderen Richtung befuhr.

Das Highlight erwartete mich kurz nach Punkt 1 auf der Karte – ca. 20-30m vor mir querte plötzlich ein Wolf den Goitzsche-Rundweg und damit meinen Weg. Ich sah ihn 2 nur wenige Sekunden, aber das war schon ein Erlebnis einen Wolf in freier Wildbahn zu sehen, zumal es der 1. war. In Tiergehegen ist das eine ganz andere Hausnummer.

Die Sichtung habe ich auch dem Wolfkompetenzzentrum von Sachsen-Anhalt gemeldet. Die Anwesenheit des Wolfes in der Goitzschewildnis war aber nicht überraschend, es wurde schon mehrfach ein Wolf da gesichtet. Klick & Klick

Der Rest der Runde verlief entspannt.

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###ABGESAGT ### Tourplanung Hamburg Frühjahr 2021 ## Neues Ziel: Neufeld bei Brunsbüttel

Es hat keinen Sinn, in der aktuellen Zeit eine solche Tour anzugehen.

Update unten

Inzwischen ist Mitte März und es wird Zeit, die Tourplanung zu vertiefen, genaue Routenführung, Übernachtungsorte(im Zelt) und lohnenswerte Zwischenstops. Ich werde wieder ca. 130km je Tag einplanen, das hat sich mit Gepäck als gut machbare Entfernung herausgestellt. Aus den anderen 3 Touren bin ich auch schlauer geworden, was wirklich wichtig ist und wo „gespart“ werden kann bzw. wo eventuell etwas mehr gebraucht wird. Problematisch ist definitiv der nicht mögliche Besuch von Supermärkten oä., da ich die komplette Ladung in den Markt nehmen muß und hinterher wieder ans Rad basteln muß. Das Problem betrifft insbesondere die mitgeführten Flüssigkeiten – schwer unhandlich und dazu lebensnotwendig. Da brauche ich eine andere Lösung um unterwegs Wasser zu beschaffen.

Übernachtung:

die 1. Übernachtung ist in der Gegend bei Zerben angedacht, stand heute plane ich mein Zelt in diesem Bereich aufzustellen:

die 1. Übernachtung ist in der Gegend bei Zerben angedacht, stand heute plane ich mein Zelt in diesem Bereich aufzustellen – vermutlich direkt am Badesee. Dieser Punkt liegt bei 131km, also genau bei 1/3 der Gesamtstrecke.

Quelle: Komoot Kartenausschnitt

Aufgrund eines Anfalls von Übermut wird die Tour ein ganz kleines bisschen länger. Ich hab mir vorgenommen, die Elbmündung in die Nordsee zu erreichen, damit wäre ich dann das 2. Mal an der Nordsee nach ca. 23 Jahren. Das neue Ziel ist dann Neufeld bei Brunsbüttel, die Rückfahrt dann mit dem Zug ab Itzehoe. Allerdings mache ich mir damit zukünftige Steigerungen bezüglich der Touren schwer. Ich werde am versuchen zw. 125 und 170km zu fahren, damit ich am letzten Tag nicht direkt vom Radweg zum nächsten Bahnhof fahren muß. Ich habe die Tour auch nochmal komplett neu geroutet, einfach um die Abhängigkeit von Fähren zu reduzieren und habe auch Tipps bezüglich links oder rechtsseitig einfließen lassen. Nachfolgend die nun weitestgehend fertige Route. Es kann aber passieren, dass ich hier und da noch kleine Änderungen einfließen lasse, insbesondere nach der Erkundungs-Tour bis kurz vor Magdeburg. Die 1. Übernachtung wird im Bereich Jerichow erfolgen, die Zweite im Bereich Hitzacker, die Dritte im Bereich von kurz vor Hamburg bis kurz nach Hamburg, da bin ich recht flexibel, je weiter ich komme umso früher bin ich an der Mündung und in Itzehoe am Bahnhof und entspannterer letzter Tag.

Abhängigkeiten für die Tour:

  • Corona-Bestimmungen, im Zweifel wird die Tour touristisch betrachtet und wäre damit illegal, die aktuell steigenden Zahlen und damit einhergehenden zusätzlichen Einschränkungen(Ausgangssperre) lassen die Planung Mitte/Ende April in weite Ferne rücken
  • Wetter, denn wenn nicht ein stabiles Hoch in Sicht ist, macht es keinen Sinn
  • Zeit muß auch sein – ich muß im schlimmsten Fall mit 5 Tagen rechnen 4 Tage radeln + Rückfahrt mit dem Zug

Todoliste für die Tour:

  • Reifen wechseln
  • alles reinigen und abschmieren
  • Trockentest mit der Ladetechnik(teilweise erfolgt-16Ah passen bei einer Ladespannung von 6V rein)
  • Meßfahrt mit Ladetechnik

Packliste Essen:

  • Toastbrot, Fleischsalat, Salami, Butter
  • 4 1,5l PET-Flaschen 3 Wasser, 1 Cola
  • Haribo Tropi Frutti

Klamotten

  • Unterwäsche, Ersatz-Radhose(gepolstert), Oberteile lang/kurz, Handtuch/Badetuch

Ausrüstung

  • Zelt, Schlafsack, Matratze
  • Powerbank(2), Aktioncam, DLSR, 220V Netzteil, USB Kabel, Kartenleser
  • Flickzeug
  • Kleingeld für Fähren, Ausweis wohl eher nur als Foto im Handy

Update 16.04.2021

Aktuell bin ich sehr skeptisch, was die Tour betrifft, das Wetter ist in den kommenden 2 Wochen maximal ungeeignet: Regen und zu niedrige Temperaturen. Dazu kommt, dass mit steigenden Corona-Inzidenzen auch die Einschränkungen größer werden. Eine Anfrage beim ADFC ergab grundlegend ein Abraten vom Tourantritt. Das Gegenteil gab es von den Behörden im Zielgebiet:

Es gibt keine innerdeutschen Reisbeschränkungen. Es ist richtig, dass die Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 Schleswig-Holsteins  in der jetzigen Fassung, die Beherbergung in Beherbergungsbetrieben zu touristischen Zwecken untersagt. Bei Ihrer geplanten Radtour kommt dieses, nach Ihren eigenen Angaben, jedoch in Dithmarschen nicht zum Tragen, da Sie privat übernachten können. Somit ist einer Radtour nach Brunsbüttel nichts entgegenzusetzen.

Auskunft vom LK Dithmarschen

Ich sehe das als Momentaufnahme – sollte das Wetter und meine Zeit passen, dann frage ich nach der aktuellen Einschätzung.

##Update 18.04.2021##

aktuell sehen die Wetterprognosen etwas besser aus, genaugenommen richtig gut. Nicht nur, dass es ab 23.04.2021 komplett trocken sein soll, ab 26.04. auch warm genug und als Bonus gibt es Ost- bis Südwind. Ich weiß, dass ist eine Momentaufnahme, aber man sollte positiv denken.

##Update 28.05.2021

In den letzten Tagen hatte ich dank der deutlich gefallenen Corona-Zahlen etwas über ein Nachholen der Fahrt ab 02./03.06.2021 nachgedacht. Das Wetter sah perfekt aus, es sollte eine trockene Woche werden, allerdings war es so, dass sich die Prognosen nach 3 konstanten Tagen geändert haben. Nun soll es ab 3.06. regnen, also Haken dahinter, es soll nicht sein. Ich werde aber die Augen aufhalten und eine sich bietende Gelegenheit dann zumindest für 1-2 Tage nutzen.

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Beschilderung „Radweg“, die kein Radweg ist

Eher wegen eines Zufalls bin ich heute über die Beschilderung des asphaltierten Weges beidseitig der B184 in Wolfen zw. Wolfen und Wolfen-Nord gestolpert. Dort ist mir eine Kombination an Verkehrszeichen aufgefallen, die für alle Beteiligten Nachteile und vermeidbare Gefahren beinhalten. Der Weg ist beidseitig mit der Kombination Fussweg, Radfahrer frei beschildert. Die Beschilderung bedeutet nicht weniger, als dass der Weg für Fußgänger freigegeben ist und Radfahrer den Weg in SCHRITTGESCHWINDIGKEIT nutzen dürfen. Die Folgen sind einerseits: Gefährdung von Fußgängern, die nicht mit schnell vorbeifahrenden Radfahrern rechnen(weil es kaum einer so betrachtet, wie es tatsächlich ist – inkl. mir selbst bis heute), Radfahrer, die auf der Bundesstraße durch Fahrzeuge gefährdet werden, die den vorgeschriebenen Seitenabstand nicht einhalten und zu guter Letzt noch die Fahrzeuge, die wegen zu wenig Platz hinter den Radfahrern bleiben müssen.

Ich für meinen Teil werde zukünftig die Straße nutzen und dann mal die Reaktion der KFZ-Führer beobachten. Ich denke mal, das würde massig Material für eine Dashcam ergeben. Dies ist aber nicht das Ziel.

### Update 13.03.2021 ###

Ich bin heute mal nach Wolfen-Nord gefahren und habe wie angekündigt und bin entsprechend der STVO auf der Straße gefahren. Direkt zu Beginn wurde ich angehupt, also die Gefahr des Erschreckens war gegeben und dazu mit ca. 1m Abstand überholt. Einige 100m später wurde ich sogar durch das offene Autofenster beleidigt, ich Idiot solle mich auf den Radweg verpissen. Auf dem Rückweg wurde ich mehrfach trotz fehlendem Gegenverkehr sehr knapp überholt – absolutes Gefahrengebiet wurde da von den Verkehrsplanern erzeugt. Das gleiche gilt auch für den Bereich Am Markt in Wolfen.

Übrigens habe ich meinen 10 jährigen Sohn befragt, er hat es tatsächlich richtig gewusst.

Quelle

Ich habe auch mal bei der Stadtverwaltung nachgefragt, ob dies überhaupt so überblickt wurde. Das eventuelle Ergebnis kommt dann hier rein.

Stand 15.03.2021: Weder eine Eingangsbestätigung oder eine Mail: ja wir sehen uns das an…

Am 18.03.2021 gab es dann eine dann doch umfangreiche Anwort. Kurz zusammengefasst:

  • Problem ist bekannt, aber aufgrund dessen, dass der beidseitige Weg zu schmal ist, nicht anders machbar
  • das es subotimal und alles andere als sicher ist, ist auch bekannt, aber aktuell nicht kurzfristig zu ändern
  • meine Einschätzung der Situation wird geteilt
  • Beschilderung erfolgte durch den Landkreis
  • Änderung ist geplant, allerdings kein Umsetzungstermin bekannt(1km Weg zu einem tauglichen Rad/Fußweg auszubauen geht nicht in 5 min)
  • in der Radverkehrskonzeption der Stadt Bitterfeld-Wolfen wird darauf näher eingegangen

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Abstand halten in 2021

Ab sofort werde ich so oft wie nur möglich die Kamera am Fahrrad betreiben – extrem ignorante und auch Wiederholungstäter werde ich wegen Verkehrsgefährdung anzeigen – wer sich hier wiedererkennt sollte mal seinen eigenen Fahrstil und Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern überdenken.

#28.05.2021

Mal was ganz Neues: Radwegparker – waren aber gleich 2 LKW

Großes Lob an diese rücksichtsvolle Fahrerin in weißen Passat – wäre aber nicht nötig gewesen, denn hinter ihnen gab es eine große Lücke, für die wir uns schon entschieden hatten:

Überholen mit viel zu geringem Seitenabstand – natürlich ein Eltern-Taxi – diese Fahrweise ist der Hauptgrund, warum ich unseren Sohn früh zur Schule. Auf den vorgeschriebenen Mindestabstand angesprochen: es war ihm bekannt und warum er ihn nicht einhält: Schulterzucken

Zum Abschluß noch die Müllabfuhr mit kreativ ausgelegem Seitenabstand – ob die jeweiligen Fahrer das noch genauso toll finden, wenn sie selbst auf dem Rad sitzen würden? Ein Tausch der Positionen würde einigen eventuell die Augen öffnen

#25.05.2021

#20.05.2021

#11.05.2021

ich habe heute einige Erledigungen gemacht – 1,5h reine Zeit auf dem Rad. Im Ergebnis wurde ich 2x fast umgefahren(war nur durch meine Reaktion zu vermeiden). Ursache war jeweils die Mißachtung der Vorfahrt beim Verlassen der Nebenstraße und dem damit verbundenen Überqueren des Radweges. Dazu kam noch ein LKW, der außerorts mit ca. 1m Abstand und etwa 50km/h Geschwindigkeitsdifferenz überholt hat.

Alle Vorfälle habe ich mit erkennbaren Kennzeichen mit der Dashcam aufgenommen – insgesamt ergaben die 90min Radfahren 3,5min Video.

#01.05.2021

nun ist es doch schneller passiert, als ich vermutet habe: die erste Anzeige ist erstattet. ich hatte noch über knapp 1 Tag darüber nachgedacht, ob es der richtige Weg ist. Allerdings war es in dem Fall ein LKW, der kaum 50cm Abstand gelassen hatte. Ich berichte, wie es weiterging, die Fotos veröffentliche ich vorerst nicht.

#28.04.2021

Heute habe ich eine kleinere Radtour gemacht und was ich auf den ersten 6,5 min der Fahrt erlebt habe, ist schon Wahnsinn – Radfahrer sind Luft:

hab kurz die Polizei darüber informiert

#23.04.2021

Mal schnell rechts vorbei ohne jegliches Signal, aber mit reichlich Überschuss an Geschwindigkeit

#19.04.2021

Neuerdings ist noch nichtmal auf Fahrschulen verlass – da wird man sogar von Fahrzeugen einer Wittenberger Fahrschule(weiße Citypanzer) mit einem Abstand deutlich unter 1m überholt. Mal sehen, wie der vermutliche Inhaber reagiert. ###Update### waren wir nicht… ich weiß es aber genau, wenn mir das Fahrzeug wieder begegnet.

#14.04.2021

Heute gab es mal wieder ein Highlight im negativen Sinn: ein Transporter mit Anhänger(Hebebühne) fährt ohne auf meinen Sohn zu achten in den Kreisverkehr in der Krondorfer Straße – nur durch absolut richtige Reaktion ist er nicht im Bereich des Hinterrades vom Transporter eingeschlagen. Eine Nachfrage beim Arbeitgeber des Fahrers ergab ein schockierendes Ergebnis: er hat ihn nichtmal mitbekommen. Einzig sinnvolle Erklärung: er hatte sich mit anderem beschäftigt. Die Art wie damit umgegangen wurde, ist an Ignoranz und Gleichgültigkeit nicht zu übertreffen. Kein Wort der Entschuldigung. Aber das ist alles normal auf deutschen Straßen. Weitere Schritte behalte ich mir vor.

Wie sagt der Fahrlehrer bei Youtube so treffend: ein Radfahrer macht nur nen Kratzer in den Lack und tut nicht weh, bei nem anderen PKW oder LKW wird gebremst, weil da tuts weh.

Aus eigener Erfahrung: Durch Radfahrer wird durchgesehen, als wären sie aus Glas!

#13.04.2021

nach einigen Tagen ohne besondere Vorkommnisse, kam es heute besonders dick. Am Kreisverkehr war ein PKW-Fahrer derart ungeduldig, dass er doch tatsächlich versuchte sich an der Haltelinie vorbeizuquetschen. Im Kreisverkehr überholte er meinen Sohn und mich wollte er im Bereich der Verkehrsinsel an der Ausfahrt überholen. Da dort nur ca. 3m Fahrbahnbreite besteht, hab ich die empfohlenen Seitenabstände sehr reichlich ausgelegt, damit er optisch sehen konnte: hier gehts nicht. Anschließend hat er sich bei Gegenverkehr doch vorbeigequetscht, natürlich nicht ohne wild zu gestikulieren: Ich solle doch auf dem Fußweg fahren. Diesen Autofahrer werde mal versuchen auf seine gefährliche Fahrweise und Ignoranz der StVo anzusprechen. Im späteren Verlauf gabs noch einen Geisterfahrer auf dem Rad, was aber auch keinesfalls neu ist.

#25.03.2021

zum frühen Morgen gings gleich wieder gut los, im Bereich der Ampelkreuzung Thalheimer Straße überholen mich gleich 3 weiße PKW mit Abständen von deutlich unter 1m. Etwas später in Zscherndorf parkte ein PKW am Straßenrand, als ich begann an dem Fahrzeug vorbeizufahren, fuhr die Fahrerin einfach los, das gestikulieren habe ich so gedeutet, dass ich doch auf dem Fußweg fahren solle, da fragt man sich, was in manchem Verkehrsteilnehmer vorgeht. Nur mal zur Erinnerung: Radfahrer haben die gleichen Rechte und Pflichten im Verkehr.

Am Nachmittag hab ich im Salzatal bei Halle/Saale noch eine kleine Runde gedreht: ein PKW mit Berliner Kennzeichen hat mir fast mit dem Rückspiegel den Lenker zur Seite geschlagen – den Sturz vor Schreck konnte ich gerade noch so verhindern – von der Fahrbahn bin ich trotzdem gekommen.

#18.03.2021

Nachdem es am 16.03.2021 verdächtig unverdächtig war und ich am 17.03.2021 auch super lief, dachte ich schon an den Start einer Serie. Der Frieden war aber direkt an der Grundschule in Krondorf vorbei. Eine Mutter fuhr aus der Parklücke, selbstverständlich ohne zu blinken, natürlich war ich da schon direkt neben der Fahrertüre. Darauf angesprochen kam der Standardsatz: Ich solle doch selbst aufpassen – ich frag mich, wie ich das machen soll. Diese Frage hatte ich ihr sinngemäß gestellt: Soll ich das riechen? Die Antwort war knapp und schockierend: Ja.

Weiter ging es an der üblichen Stelle im Bereich der Krondorfer Straße bei den Bushaltestellen an den Garagen. Überholen bei Gegenverkehr mit Abstand deutlich unter 1m. Dazu kam ein Fahrzeug, was sich mitten auf der Kreuzung Damaschkestraße/Thalheimerstraße an mir vorbeiquetschen mußte. Was die aus dem Fenster gezeigte Hand zeigen sollte, kann ich nur vermuten.

#11.03.2021

weil man es eilig hat, wird über ausgeschilderte Parkplätze innerhalb der 30 Zone mit ca. 50km/h überholt um 50m später das Auto an der Kita zu parken, der Abstand war zwar im grünen Bereich, aber die Aktion selbst ist an Sinnlosigkeit kaum zu übertreffen. Bus steht an der Haltestelle in der Gegenrichtung in der Krondorfer Straße, da muß natürlich mit einem Seitenabstand von ca. 50 m noch überholt werden. Gleiches passierte ein paar Meter nach der Bushaltestelle nochmal, dieses Mal bei Gegenverkehr. Zum Thema Seitenabstände gabs heute bei der MZ einen Artikel.

#05.03.2021

Aufgrund eines Kundentermins, war ich heute in Salzfurtkapelle, die Rückfahrt führte mich auf direktem Weg zur B184, im Bereich der Unterführung unter der A9 wurde ich mit einem Abstand von maximal 1m überholt, das bei einer Geschwindigkeitsdifferenz von ca. 85 gkm/h – Sanitärfirmen haben keine Zeit. Direkt an der Ampel der B184 habe ich hinter einem PKW auf die Grünphase gewartet, Da ich gerade aus wollte(auf den Radweg) habe ich mich auch nicht vorgedrängelt, schon weil ich das als Autofahrer nicht mag. Es wurde grün, der PKW hinter mir überholte mich auf den 10 m bis zur Kreuzung mit einem Abstand zum Lenker von ca. 50cm und weil das nicht genug war, bog dieser Fahrer mit seinem Citypanzer noch vor mir ab – es waren cm vor meinem Vorderrad. Und nun sage mal jemand, ich habe in den SUV ein unberechtigtes Feindbild.

#02.03.2021

Ein verrückter Morgen, augenscheinlich hatte keiner Zeit und war gereizt. Klar, Nebel drückt aufs Gemüt.

Ein Autofahrer hatte sein Fahrzeug im absoluten Halteverbot abgestellt und stand an der geöffneten Fahrertür, auf den wirklich freundlichen Hinweis, dass er da wegen Gefahrenstelle nicht stehen dürfe, ging er ab wie ein Zäpfchen, Hasstiraden gegen jeden hörte ich dann in der Ferne.

Wenige Meter später fuhr ein Fahrzeug hinter uns, kein drängeln, ich war positiv überrascht. Allerdings sollte sich das ändern, denn als Platz war und auch kein Gegenverkehr mehr war, mußte er sich mit knapp 1m Seitenabstand vorbei“quetschen“.

Andere Fahrer bringen ihr Kind/Enkel zur Schule/Kita, wissen aber nicht, dass Ihr Citypanzer nicht an der Frontscheibe endet. Allerdings fahren sie so, denn anders ist nicht zu erklären, erst mit 1m seitenabstand den Überholvorgang zu starten um ihn dann mit ca. 0,5m Abstand am Vorderrad meines Kindes abzuschließen. Darauf angesprochen wird natürlich erstaunt getan. Er will in Zukunft darauf achten.

Dies alles geschah auf weniger wie 1km innerhalb des Stadtgebietes des OT Wolfen im Bereich der Krondorfer Straße. Sollte sich hier jemand erkennen, dann ist das ausdrücklich gewollt.

#Nachtrag zum Jahr 2021

Ich befuhr im Herbst den Radweg in der Oppenheimstraße, welcher 200m vor der Leipziger Straße in einen abgeteilten Bereich der Oppenheimstraße einmündet*. Wenige Meter nach der Einmündung kam mir dann ein PKW eines Anwohners entgegen, obwohl die Straße beschildert ist mit Einfahrt für sämtliche Kraftfahrzeuge verboten. Angesprochen auf die verursachte gefährliche Situation: Ich hab doch gebremst. Ich war erstmal spachlos. Im Umkehrschluß: Verkehrsregeln gelten nicht, solange man bremst.

*Im Bereich dieser Einmündung hatte mein Kind bereits einen unverschuldeten Unfall mit 5 stündigem Aufenthalt in der Notaufnahme wegen eines geisterfahrenden Radfahrers.

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