Einleitung

###Updates unten###

Weswegen diese Seite? Einerseits um anderen Mut zu machen, sich auch nach Krankheiten Herausforderungen zu stellen. Bei mir war es im März 2018 ein Herzinfarkt und vermutlicher Schlaganfall(sagen zumindest die Ärzte). Klar, danach fehlt einem erstmal der Antrieb, oft genug ist es aber auch durch Medikamente bedingt. So war es zumindest bei mir.

Andererseits möchte ich hier meine Erlebnisse und Erfahrungen dokumentieren und andere animieren, sich auch mal zu fordern, sich einer Herausforderung zu stellen. Und selbst wenn man es nicht schaffen sollte, man hat sich an seine Grenzen und ein Stück darüber hinaus gebracht. Natürlich sollte die Herausforderung zu den Möglichkeiten passen.

Mein Entschluß für derartige Touren begann am 14.07.2018 zu reifen – also etliche Monate nach dem Herzinfarkt. Ich hab nach dem testweisen Absetzen aller Medikamente am 05. Juli einen Schub an Lebenslust bekommen. Am 14.07.2018 bin ich mal früh 6:30 Uhr aufs Rad und mal nach Rostock Warnemünde geradelt, vom Startpunkt aus, waren es nur 27km – macht also 54 km für die Hin- und Rückfahrt. Ich war genau 3h unterwegs inkl. Pause auf der Mole in Warnemünde und auf der Rückfahrt noch nen Spritzring vernascht.

Da ich durch die Fahrt keinerlei körperliche Probleme hatte, im Gegenteil mich richtig fit fühlte(im Vergleich zu den Monaten davor), kam dann der Gedanke an zukünftige Touren und irgendwann auch an mehrtägige Touren auf. So begannen dann die Gedanken an die 1. (richtige) Tour, welche von vornherein auf Anfang Oktober und auch nach Warnemünde angedacht war.

Die erforderlichen Vorbereitungen findet ihr hier

+++Update 16.07.2019+++

Nun bin ich bereits über 1 Jahr frei von jeglichen Medikamenten, wenn man mal von den Magnesiumtabletten absieht, die ich aufgrund der doch umfangreicheren Bewegung zu mir nehme. Die Entscheidung, alle Medikamente abzusetzen, hat mir nicht geschadet, ich bereue den Entschluß keineswegs, auch wenn es wegen des Alleingangs auch etliche kritische Stimmen gab. Es geht mir gut, der Bewegungsdrang ist eher sogar noch größer geworden. Ich neige dazu, alles, was noch mit Rad erreichbar ist, auch mit dem Rad anzufahren und zusätzlich 1x pro Woche nochmal 20-40km für den Spaß zu machen. tendenziell werden diese Touren für den Spaß immer länger -waren erst 20 km ausreichend neige ich dazu, auch Strecken über 40km mal am Abend abzureißen…

Diese körperliche Belastung tut mir gut, auch Streßsituationen im Alltag bringen mich kaum aus der Ruhe – im Gegenteil, ich genieße es, auch solche Herausforderungen mit Gelassenheit zu meistern und dabei den Überblick zu behalten.

In Kürze geht es mal paar Tage an die Ostsee, das Rad werd ich da auch dabei haben.

+++Update 30.07.2019+++

In 5 Tagen an der Ostsee habe ich über 200km auf dem Fahrrad verbracht.

+++Update 19.01.2021+++

Der aktuelle Stand bezüglich Medikamente: Bis zum heutigen Tag habe ich seit dem 05.07.2018 genau 2 halbe leichte Kopfschmerztabletten zu mir genommen und ich fühle mich immernoch bestens.

+++Update 17.08.2021+++

Nun mal wieder ein kleiner Gesundheitszustand. Medikamente immernoch bei 0, stattdessen habe ich seit Januar 2020 einiges an gewicht verloren, ein Großteil allein in 2021. ich bin nun bei meinem im Oktober 2019 als Fernziel angedachten Gewicht verdammt nahe – unter 80kg wollte ich erreichen und schwanke aktuell bei 80-81 kg, fühle mich absolut fit. Das Ziel habe ich mit mehr Bewegung und bewusst etwas weniger essen erreicht. Auf dem Rad komme ich nicht mehr außer Atem und auch sonst bin ich körperlich deutlich leistungsfähiger. Aktuell stört mich am Bauch noch etwas „Schwarte“ aber die werde ich mit Bewegung auch noch los. Bezüglich der Touren bin ich nun bei 50 bis 60km mal schnell am Abend. Ich bin weder dabei noch danach kaputt, auch am nächsten Tag keinerlei Einschränkungen. Es ist sogar so, dass die Tourenlänge von der Dunkelheit beschränkt wird, denn vom körperlichen Zustand könnte ich noch weiter fahren. Dabei fahre ich aktuell einen Schnitt von teils 24km/h(auf die Gesamtstrecke bezogen).

Hier ein direkter Vergleich wie 25kg aussehen

Ich war nun dieses Jahr 2x auf dem Brocken.

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Rad vs. KFZ im November 2021

#02.11.2021 Die Woche geht gut weiter und in der Krondorfer Straße mußte sich ein Elterntaxi an uns vorbeiquetschen – ich bin ihm gefolgt und hatte den Fahrer zur rede gestellt – seine Ausrede war: es war kein Platz zum Abstand halten – nennt sich dann nicht fahrlässig, sondern eine vorsätzliche Gefährdung. Auf meine Erläuterung, dass dann schlicht und einfach Überholverbot besteht (immer wenn kein gefahrloses Überholen möglich ist, besteht Überholverbot) und dass er damit 2 Menschenleben gefährdet hat und wie er es finden würde, wenn es seinem Kind so gehen würde, kam zumindest die Spur von Einsicht und eine Entschuldigung. Nach der Klärung fuhr er weg und ich ebenfalls, aber ein anderes Elterntaxi mußte auch an mir mit minimalem Abstand vorbei – völlig unnötig, weil kein Gegenverkehr bestand.

Ich war am heutigen 3.11.2021 mit dem Rad mal in Wolfen-Nord und Bobbau, erstaunlicherweise weitestgehend ohne Zwischenfälle… Wenn da nicht der LKW-Fahrer gewesen wäre. Ich war nett, konnte eine Kurve etwas eher einsehen und habe ihn vorbei gewunken. er hat auch überholt, aber mit einem Abstand, der auf alle Fälle unter 1m lag. Da der Fahrer wenig später in eine Nebenstraße abbog, bin ich ihm gefolgt, weit konnte er da eh nicht fahren. Hab ihn dann an seinem Zielpunkt an einer Baustelle am Ende der Waldstraße erreicht. Konfrontiert mit meiner Argumentation, dass zum Dank fürs vorbeiwinken nicht genügend abstand gelassen werden braucht, antwortete er dann, dass doch da ein Radweg sei und ich auf dem zu Fahren sei… Er hat also wenig Abstand(mich also damit bestraft und versucht mittels Verkehrsgefährdung zu belehren) gelassen, weil ich ja auf dem „Radweg“ zu fahren hätte. Komisch ist aber schon, dass es dort weit und breit keinen Radweg gibt. Das Einzige, was es da gibt, ist ein Fußweg, mit Zusatzzeichen Radfahrer frei. Dies ist aber weder ein Radweg, noch ergibt sich daraus eine Benutzungspflicht. Im Gegenteil, Radfahrer sind zur Schrittgeschwindigkeit verpflichtet. Der Fahrer war allerdings scheinbar lernwillig und hatte mich dann noch gefragt, ob er dann zum überholen auf die andere Straßenseite müsse – wenn ausreichender Seitenabstand anders nicht möglich ist, dann ja und wenn durch Gegenverkehr kein Platz da ist, darf er schlicht und einfach nicht überholen. Er hatte sich dann entschuldigt und für die Aufklärung bedankt – ich betrachte das zumindest als Zeichen der Einsicht.

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Geschützt: Brockentour mit Sven

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Herbst 2021 Brocken²

Wie die Überschrift schon erahnen lässt, war ich im Herbst 2x auf dem Brocken. Das 1. Mal war am 18.09.2021. Es hatte sich angeboten, weil ich ohnehin fast 1/3 der Strecke nach Wernigerode ohnehin fahren musste und ich somit meine Fitnesszustand im Vergleich zur Fahrt auf den Brocken im Jahr 2019. Ich hab in der Zeit ca. 25 kg bewusst abgenommen und fühle mich schon deutlich fitter als damals. Zusätzlich wollte ich mich selbst testen, da eine weitere Auffahrt mit einem Kumpel geplant war und ich wollte mich nicht blamieren. Da ich am Samstag hochfahren wollte, aber Freitag unterwegs war, habe ich mich im Auto häuslich eingerichtet und gleich im Auto geschlafen. Ich bin allerdings am Abend mit dem Auto nach Wernigerode gefahren, um mir noch was ordentliches zu Essen zu besorgen. Nach einem kleinen Spaziergang bin ich dann im XO Wernigerode Restaurant gelandet. Nach einem sehr leckeren Essen ging es dann wieder zum Parkplatz und hab dann bald geschlafen. Am Samstag habe ich dann im Auto gefrühstückt und mich anschließend zur Abfahrt fertig gemacht. Das Wetter war nicht besonders, aber das sollte kein Hindernis sein. Ich war zwar mit Regenjacke ausgerüstet, aber ich habe nicht gedacht, dass ich sie brauchen werde.

Gestartet bin ich am Punkt A, da ist ein kleiner Parkplatz, auf dem ich übernachtet habe. Von da bin ich bin ich über 3 Annen Hohne nach Schierke geradelt. Ab Schierke gab es auch mal eine interessante Unterhaltung. Bei dem eigentlichen Aufstieg über die Brockenstraße habe ich 4x gehalten. Der erste Halt war um einiges an Kleidung loszuwerden, der 2. Stopp zum Regenjacke anziehen, der 3. wegen dem Regen in einer Hütte auf ca. 900m und die 4. war eine Pause, weil mal die Luft etwas raus war. Allerdings war ich ein wenig überrascht, dass ich schon oben bin… Nach kurzen Aufenthalt auf dem Brocken(zu sehen gab es außer Nebel nix) bin ich wieder runtergefahren. Die Sicht war ZeroZero, damit haben sich weitere Bilder nicht gelohnt. Ein paar Standbilder hole ich noch aus der GoPro.

Kurz habe ich in Schierke überlegt, nochmal hochzufahren, aber das habe ich dann zugunsten eines Umweges durch das Elendstal und dem Versuch einen nicht mehr vorhandenen Weg zu nutzen. Es sollte der rechts abzweigende gestrichelte Weg werden, aber der war absolut unbefahrbar. Somit wieder zurück und über die „Alte Heerstraße“ Ging es dann wieder Richtung Landstraße nach Schierke.

So kam ich dann auch wieder zügig zum Parkplatz. Dort angekommen habe ich mich entschieden, mit dem Rad noch nach Wernigerode zu fahren, um direkt anschließend noch die 300 Höhenmeter wieder zum Auto zu fahren. Dazu habe ich allerdings alles nicht mehr notwendige im Auto gelassen, aufgrund der Temperatur bin ich die kurze Extraeinlage nur mit dem kurzen Radanzug gefahren. Hintergrund war, dass die einige Wochen später geplante Tour von Wernigerode starten sollte und damit einige Höhenmeter mehr zu fahren sind. Aber auch dieses Extra hab ich ganz entspannt geschafft.

….Fortsetzung mit dem 2. Teil folgt.

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Fahrrad vs. Auto im Oktober 2021

Ein relativ konfliktarmer Anfang des Monats hat sich nun doch noch gewendet. Am 21.10.2021 hat ein älterer Mann im Kreisverkehr in Krondorf meinen Sohn fast umgefahren, er hat auch sonst einen ziemlich unkoordinierten Eindruck beim Fahren hinterlassen. Anders ist es nicht zu erklären, dass er an einem Rückstau von 2 Bussen und diversen PKW einfach vorbei fahren wollte – es war ein „Ich muß hier weg“-Verhalten. Später habe ich den Fahrer noch ansprechen können, er hat meinen Sohn angeblich nicht gesehen – bei 1-2m Abstand zu seinem Linken Seitenfenster absolut nicht vorstellbar. Er hat sich immerhin entschuldigt, aber im Falle eines Unfalls nützt das auch nichts. Wenig später mußte sich ein Nahverkehrsbus der Vetter Verkehrsbetriebe mit geringem Abstand(unter 1 m) an mir vorbeiquetschen. Da ich die Fahrstrecke noch einsehen konnte, war es mir möglich, den Fahrer am Bahnhof in Wolfen zur rede zu stellen. das Ergebnis war mehr als ernüchternd. Es wurde ignoriert, es wurde heruntergespielt und dann wurde sich noch über mich lustig gemacht und das eigentliche Problem ignoriert. Auf meine Bitte, doch in Zukunft die Abstände einzuhalten, kam ein hämisches „Jawohl Chef“ mit einem Gesichtsausdruck zwischen „lass mich in Ruhe und wenn du unter dem Bus liegst ist es nicht mein Problem“. Das es der Fahrer mit den Verkehrsregeln nicht so ernst nimmt, zeigt sich in der Nutzung des Blinkers – beim Linksabbiegen in die Leipziger Straße wurde einfach nicht geblinkt. Ich hoffe, der Fahrer nimmt das Gespräch mit seinem AG etwas ernster, denn dieser wurde von mir darüber informiert. Ich weiß, dass ist nicht die feine Englische Art, aber wenn die persönliche Konfrontation so abläuft, ist es auch mein gutes Recht. Immerhin ist dieser Fahrer kurz vorher vollbesetzt mit Schülern unterwegs gewesen….

Der 22.10.2021 war aber kaum besser als der 21.

Es ging gut los, als ein PKW ohne zu Blinken aus einer Ausfahrt in der Thalheimer Straße kam und direkt anschließend wiederum ohne zu Blinken und ohne Beachtung des Radverkehrs rechts abbog. Der PKW hat den roten Pfeil, der Radverkehr den Blauen – Abstand beim Abbiegen zum Radfahrer war 1m

Später gab es dann noch einen Transporter einer ortsansässigen Wäscherei, der mich mit deutlich zu wenig Seitenabstand überholen mußte – es hat sich also noch nicht ausreichend herumgesprochen, dass 1,5m Seitenabstand innerorts und 2,0m außerorts der MINDESTABSTAND ist.

Den Vogel abgeschossen hat ein PKW-Fahrer im Kreisverkehr Thälmannstraße/Puschkinstraße. Ich war im Kreisverkehr auf dem Radweg unterwegs, da schoß doch ein PKW noch vor mir rüber unter Mißachtung meiner Vorfahrt und seinerseits einer energischen Schweibenwischerhand- bewegung in meine Richtung. Das läuft übrigens im Bereich einer Beleidung. Blaue Linie: ich; rote Linie: PKW Im schwarzen Kringel sieht man auch die Schatten der Schilder – Vorfahrt beachten steht definitiv vor dem Radweg.

Fortsetzung folgt…

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Tourenabschluß 2021 oder der Hammer am Ende

Bei einem 2. Ausflug auf den Brocken, diesmal mit einem guten Kumpel aus dem Dunstkreis von FFM, haben wir uns über unsere jeweiligen Touren in diesem Jahr 2021 ausgetauscht und beide festgestellt, dass wir keine Tour über 100km gemacht haben. Da meine Elberadwegtour ja ausgefallen ist, fiel meine Entscheidung auf zumindest ein mehr oder weniger großes Stück auf dem Elbradweg zu fahren. So habe ich dann spontan und in einem Anfall von Größenwahn eine Tour geplant, die 184 km lang ist. Ich habe dabei drauf geachtet, je nach Zeit und persönlichem Zustand abkürzen zu können.

Der Tourenverlauf ging von Wolfen über Dessau/Törten und Vockerode durch Wörlitz nach Wittenberg. Ich blieb dabei linkselbig, d.h. in Fließrichtung Links. Im nachhinein habe ich erfahren, dass die Elbfähre Coswig/Wörlitz aktuell außer Betrieb ist, damit hätte ich die andere Seite nur über die A9 Autobahnbrücke über die Elbe erreichen können. Der Umweg wäre mir ohnehin zu groß gewesen.

gefahrene Route

Von Wittenberg ging es dann an Mühlanger vorbei, wo ich die 1. richtige Pause gemacht habe – essen, trinken und wieder mal paar Schichten der Bekleidung ausziehen. Der Platz für die Pause lag am Rand von Mühlanger direkt an der Elbe. Bis dahin war ich bereits 70 km gefahren. das war insoweit überraschend, weil ich sonst die erste richtige Pause nach 40km brauchte. Also doch ein greifbarer Hinweis zu meinem Fitnesszustand. Kurz nach Elster(Elbe) bin ich einen kleinen Umweg zu einem Rastplatz an der Schwarzen Elster gefahren. Dort traf ich vermutlich auf ein Pärchen und es entwickelte sich eine nette Unterhaltung über meine Meinung zu E-Bikes. das war eine willkommene Abwechslung bei der Fahrt. An dieser Stelle hatte ich ziemlich genau 80km weg(ab Beginn Tourenaufzeichnung) und ca. 4:20 unterwegs.

Anschließend ging es weitestgehend auf dem offiziellen Elberadweg zur Fähre in Pretzsch. Die Fährüberfahrt hat die Tour in 2 gleich große Teile geteilt und war auch ne Art Referenzpunkt. Zu der Zeit hatte ich einen Vorsprung von ca. 1h gegenüber der ursprünglichen Annahme. Gleichzeitig war die Fährüberfahrt der letzte sinnvolle Punkt, bei dem ich die Tour noch abkürzen konnte. Klar, danach gab es noch einige Möglichkeiten zum Abkürzen, aber das hätte vielleicht 20-30km gebracht und das Risiko schlechterer Wege, mehr Hügel in der Dübener Heide und weitere Unwägbarkeiten. Ans Abkürzen habe ich bei dem beruhigenden Versprung vor dem Plan nie gedacht, denn die körperliche Verfassung war noch richtig gut. Einiges an Kräften raubte mir der relativ starke Südwind. Beruhigend war, dass der Wind ab Torgau dann nur noch von der Seite kommen sollte.

In Torgau hat dann die Komoot-App gesponnen – hatte keine genaue GPS-Position mehr. Ein Handy-Neustart hat das Problem gelöst, allerdings sind die Extrakilometer für Fotos in Torgau dadurch verloren gegangen. Daher kommt auch die Differenz zwischen Aufzeichnung und tatsächlich gefahrener Strecke. Ich bin unter anderem eine Umleitung wegen der Sperrung eines Teilstückes des Elbradweges gefahren, war auf der Elbbrücke von Torgau und bin auf der Suche nach einem Imbiss noch einiges in Torgau gefahren. Dazu aber mehr im Fazit.

Von Torgau aus ging es dann nach Bad Düben, wo ich weiter die Augen offen gehalten hatte um etwas zu essen und zu Trinken zu besorgen. Auch in Bad Düben hatte ich insoweit keinen Erfolg. Ich habe dann an der Kegelbahn gehalten und hatte um etwas Leitungswasser gebeten. Das wurde mir „verwehrt“, dafür gab es eine Flasche Mineralwasser. Vielen Dank nochmal an den edlen Spender, ohne dieses Wasser hätte ich mein Ziel nicht erreicht.

GASTSTÄTTE ZUR KEGELBAHN + Mühlweg 4 + 04849 Bad Düben 034243-29309

Von da ging es zurück nach Wolfen mit einem Abstecher zu Kaufland. Auf dem Abschnitt bei Brösa und Rösa gab es dann richtige körperliche Probleme – leichter Schwindel und ein extremes Leistungsloch, mir war kalt, obwohl ich alles angezogen hatte, mit dem ich früh gestartet bin. Half aber nix – der Körper hat gesagt: vorwärts, da bleibt nix mehr zum Wärme machen. Auf dem Abschnitt habe ich noch eine kurze Pause gemacht und habe meinen Letzten schluck Cola getrunken – diesen hatte ich mir genau für so einen Zweck aufgehoben.

Kurze Zeit später war ich dann auf der Muldebrücke über den Muldeeinlauf vom Muldestausee und einerseits in bekannter Gegend, konnte das bayer-Kreuz sehen, was hier ganz in der Nähe ist und das Wissen, dass es sehr eben weiter geht. Um einen Berg an der Goitzsche zu umgehen habe ich den Weg durch Pouch gewählt und habe noch einen Kunde kurz besucht. Der Rest bis zum Kaufland war dann ein entspanntes Rollen mit wieder vorhandenen Kräften. Im Kaufland habe ich mir dann eine zuckerhaltige Cola und Waffeln mit Puderzucker gekauft und gleich einiges zu mir genommen. Ein Döner war mein Abendessen zuhause. Die letzten 7km waren dann ein entspanntes und zügiges Fahren.

Fazit

Bekleidung: War ausreichend, früh hatte ich die Regenjacke an, die den Fahrwind vom Körper abhielt – war in dem Moment perfekt, aber bei einer Pinkelpause kurz vor Wittenberg mußte ich feststellen, das meine Oberbekleidung nass ist. ich hab bei der Gelegenheit einen Teil ausgezogen und auf dem Gepäckträger zum Trocknen befestigt. Bis ich das wieder brauchte, war es trocken. Große Teile der Strecke mit ich mit dem kurzen Radanzug gefahren, die Temperatur war dafür noch ok. Der Rest hat in der einen mitgeführten Satteltasche gut Platz gefunden.

Essen Trinken: 2 Brötchen, 3 Bananen, 0,5l Mineralwasser, 0,75l Cola Es war für diese Tour absolut zu wenig, in Torgau war ich dann komplett ohne essen und nur noch mit einer Restmenge an Cola und Wasser unterwegs. Ich habe ich also richtig verkalkuliert und habe den Energiebedarf deutlich unterschätzt. Mir fehlte auch der kleine Zuckerkick unterwegs. Es war mit Abstand meine längste Tour, bisher lag das Maximum bei 150km

Fahrrad etc.: Tour verlief ohne größere Probleme, die Kette hat schon wieder gerasselt, vermutlich fehlt mal wieder der Schmierstoff an der Kette. Die Halterung der GoPro Hero 9 ist bei einer leichten Bodenwelle gebrochen. da die Cam aber per USB an der Powerbank hing, ist sie nicht abgestürzt. Ich bin immer weniger ein Freund der Kunststoffhalterungen.

die Tour: die manuellen Änderungen an der Tour waren sinnvoll, ich hatte weitstgehend kein (Kopfstein)Pflaster und weitestgehend festen Untergrund. Im Nachinein würde ich an der Tour nichts ändern.

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September 2021 und neue Dashcam

11.09.2021: Ein kurzer Abstecher in Wolfen, genaugenommen 200m der Strecke waren ohne Radweg, wurde ich knapp überholt, genaugenommen sehr knapp – hab dem Autofahrer noch den Hinweis auf Abstand hinterhergerufen – die Reaktion war der Stinkefinger. Solche Idioten sollten mal zur MPU gehen – ein solch ignorantes Verhalten gehört nicht an das Steuer eines Kraftfahrzeuges.

10.09.2021: Heute war es absolut irre, ich wurde von diversen (ca. 8) Autofahrern auf 2km Strecke angehupt, inkl. dem Versuch mir deren falsche Verkehrszeichenkenntnis als das einzig Richtige mir auch mit Händen und Füssen und mit minimalem Abstand klar zu machen und mit Nachdruck fast zu erzwingen – selbst ein Motoradfahrer war dabei. Das Anhupen ist natürlich je nach eigener Empfindlichkeit das Potential einen Unfall zu provozieren – erschrecken, Lenker verreißen und dann unter dem Auto landen. An sowas denken diese Fahrer(Oberlehrer-Manier) natürlich nicht. Leider hatte ich zwar die Cam dabei, durch einen Bedienfehler allerdings nur die letzten 5 min der Fahrt gespeichert und damit waren die relevanten Aufnahmen am jeweiligen Zielpunkt schon überschrieben. Auf der Rückfahrt habe ich den gleichen Fehler gemacht, da war ich ja auch noch unwissend. Inzwischen ist das Thema gelöst, da ich mich mit der GoPro etwas intensiver beschäftigt habe. Kurz vor dem Ziel stand in der Mitte der Straße ein PKW, da es links und rechts eine Einfahrt gab, war natürlich nicht erkennbar, wohin es gehen sollte – kurz vor dem Vorbeifahren ging dann der Blinker an und das Auto bog rechts ab. Es war knapp, aber ich war vorbereitet.

09.09.2021: Auch heute wieder sind Seitenabstände ein großes Problem, wobei bei mir der Abstand noch ok war, bei meinem vor mir fahrenden Sohn dann schon wieder deutlich zu klein – ich verstehe es nicht mehr. Überholen und direkt abbiegen war auch wieder dabei.

08.09.2021: Die Schule hat wieder begonnen, die Elterntaxis sind auch wieder unterwegs und ich selbst auch wieder beizeiten unterwegs. So ist es natürlich auch wieder zu Gefährdungen, sinnlosen Überholvorgängen und Ähnlichem gekommen.

Bei einer Fahrt durch Bitterfeld heute vormittag hat mit ein Autofahrer ganz neue mathematische Optionen dargestellt – aber etwas genauer nachfolgend:

gegeben ist eine Nebenstraße mit einer Breite von ca. 5,5m. In meiner Gegenrichtung parkte ein PKW Marke Citypanzer, zusätzlich kam mit ebenfalls ein Citypanzer entgegen. Trotz das ich in der „Engstelle“ war, kam wohl eine Art spontaner Überholreiz auf – er fuhr also an dem parkenden Fahrzeug vorbei und überließ mir den Rest der Fahrbahn. Den Fahrer habe ich nach einer kurzen Verfolgung in einer Sackgasse auf den mangelnden Abstand angesprochen – natürlich war aus seiner Sicht genug Platz… Mal autofahrerfreundlich nachgerechnet: 5,5m – 2m -2m ergeben 1,5m Restbreite der Straße. Davon könnte man noch 80cm für meinen Lenker und etwas Abstand zur Bordsteinkante abziehen. Es reicht vielleicht zum Durchkommen, aber angemessener Abstand ist was anderes. Dazu kommt, dass ein SUV eher keine 2m breit ist, sondern mit Spiegeln in Richtung 2,2m geht und der Entgegenkommende nicht mit 0 cm Abstand vorbeigefahren ist.

Wenn die richtigen Abstände eingehalten würden, dann müsste die Straße etwas breiter sein: 2,20 m (parkender SUV) + 0,5 m (Abstand beim Vorbeifahren) + 2,20 m (vorbeifahrender SUV) + 1,50 m (Abstand zum Fahrrad) + 0,80 m (Lenkerbreite) + 0,50 m (Seitenabstand zum Bordstein) macht 7,7 m, wobei die beiden 0,5 m Abstände 1 m empfohlen ist. Mit Dashcam hätte er sich wohl eine Anzeige wegen Nötigung und Verkehrsgefährdung eingefangen, aber dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Aktuell bin ich (seit 1 Monat) ohne Dashcam unterwegs – die Bisherige hat es hinter sich, nach 3 Jahren Nutzung ist die USB-Buchse defekt und damit nicht mehr aufladbar. Also mußte was Neues her. Ein erster Versuch mit einer easypix Manta 4K war ein Fehlgriff – die Auslöser-Taste war derartig schwergängig, dass eine gezielte Betätigung unmöglich war. Wenigstens lief die Retourenabwicklung problemlos. Damit war ich wieder am Anfang. Ich stand nun wieder vor der Entscheidung, wieder was „billiges“ wie die letzte Cam(50€) oder doch was Anständiges. ich hab mich dann doch für eine GoPro Hero 9 black entschieden. Sie erfüllt zusätzlich zu den Minimalanforderungen meine nice2have Gedanken. Cam wird am 08.09.2021 eintreffen und dann weiß ich, ob der Kauf die richtige Entscheidung war.

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Irre auf der Straße

Nachdem es nun einige Zeit mit Abstandsverstößen und ähnlichem recht gesittet zuging, ich hatte schon an eine zunehmende Einsicht geglaubt, kam es gestern knüppeldick. Es war allerdings weniger die Anzahl der Verstöße, sondern die Schwere. So ging es in der Wolfener Steinfurther Straße gut los, als mich eine Fahrerin eines Kleinwagens erst relativ knapp überholte um anschließend direkt vor mir abzubiegen – ohne Nutzung der Bremse hätte sie mir das Vorderrad wegrasiert.

Nur kurz später überholte mich eine weitere Frau in mittlerem Alter mit einem SUV und wollte mir beim überholen durchs Seitenfenster erklären, dass ich doch auf dem Fußweg zu fahren hätte. Bei der vorhandenen Beschilderung ist das Zusatzschild „Radfahrer frei“ angebracht. Das bedeutet schlicht, dass Radfahrer dort unter besonderer Vorsicht gegenüber den bevorrechtigten Fußgängern mit angepasster Geschwindigkeit fahren DÜRFEN. Mit angepasster Geschwindigkeit ist Schrittgeschwindigkeit gemeint. Es ist also ganz klar kein mit einem Radweg vergleichbarer Weg. 200 m weiter hielt die Frau dann so an, dass ist nicht weiterfahren konnte – nun hat sie mich mit ihrer Unkenntnis der Verkehrsregeln auch nicht nur gefährdet, sondern auch noch zum Anhalten genötigt. Sie wollte das Thema dann mit eingeschalteten Parkerlaubnisleuchten(Warnblinker) mitten auf der Straße klären. Warnblinker war aber angemessen, denn vor einer solchen Kenntnis der Verkehrsregeln kann und muss gewarnt werden. Einsicht war allerdings keine vorhanden, warum sollte sie sich auch durch Tatsachen verwirren lassen. SUV, Frau, alle Klischees erfüllt. Ja ich weiß, klingt böse, aber bei dem, was auf den Straßen los ist und wie ohne Not Menschenleben riskiert werden, ist das harmlos.

Meine Tour am 12.08.2021 sollte dann über Raguhn nach Sollnitz für eine kleine Badepause führen. Den Vogel hat allerdings der LKW-Fahrer einer Spedition aus Kemberg abgeschossen. an nebenstehender Stelle hat er mich mit einem Abstand von weniger als 80cm überholt, dazu mit einer Geschwindigkeit, die wohl oberhalb der erlaubte 70km/h lag. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, am 13.08.2021 die Dispo der betreffenden Spedition zu kontaktieren. Ich hatte jedenfalls Sorge um Leib und Leben, ich bin aber eher mit dickem Fell ausgerüstet.

Der betreffende Fahrer hat mich doch tatsächlich zurückgerufen und ich konnte ihm die andere Seite(als Radfahrer) mal erläutern. Immerhin hat er eingeräumt, dass er zu schnell unterwegs war, keine Lenkzeit mehr hatte und nach eigener Aussage täglich 13-14h Lenkzeit abreisst. Monatlich würden 260 Arbeitsstunden anfallen. Ich hab ihm dann noch gedankt, das er den Mut gefunden, mich anzurufen und sich der Diskussion stellte. Immerhin hat er mit seiner Fahrweise nicht nur jegliche Verkehrsregeln diesbezüglich mißachtet, sondern auch die Vorschriften für das Fahrpersonal ignoriert. Da verwundert auch nicht, dass der Fahrer 19:15 Uhr so an mir vorbeifährt und noch 45 Minuten bis zur Spedition hat. Sollten irgendwelche Behörden diese Informationen zum Anlaß für eine Überprüfung nehmen wollen, dann bitte unten die Kommentarfunktion für die Übermittlung der Kontaktdaten verwenden, diese werden nicht veröffentlicht.

Den Rest der Fahrt habe ich genossen – baden im See und nach einer verlängerten Rückfahrt durch Dessau mit erfolgreichem Sternschnuppen gucken an der B184 auf der Höhe Marke

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Touren

Auch wenn es hier in Bezug auf Radtouren etwas ruhiger war und auch bei Komoot nix neues an Touren war, war ich nicht untätig. der Fokus lag in den letzten Monaten allerdings beim Fahren um Energie zu verbraten, als bei entspannten Touren den Kopf freizubekommen. Mit dem Ergebnis bin ich allerdings hochzufrieden. Ich fühle mich fitter als ich je in den letzten 48 Jahren war, hab seit der Tour zum Brocken stand heute 24 kg abgespeckt, vermutlich zusätzlich etliche kg in Muskelmasse verwandelt. meine gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten sind gestiegen, bin aber auch nach längeren Strecken nicht kaputt. Wenn man dann bedenkt, dass ich vor über 3 Jahren meine Medikamente abgesetzt habe und seitdem nichts zu mir genommen habe. Dabei weiß ich genau, wie ich angesehen wurde, also ich 1 Woche nach der Selbstentlassung im Krankenhaus einen Befund abholte – man ließ durchklingen: ich wäre verrückt, in meinem Zustand aufs Rad zu steigen.

Ich verstehe das bis heute nicht…

Eine im Januar 2021 gekaufte Fitness-Waage von Amazfit hat ein biologisches Alter von 60 Jahren angezeigt, aktuell sind es 49 Jahre und so fühle ich mich auch.

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Dashcam im Auto

Hier mal die sonst übliche Fahrradstrecke mit dem Auto:

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Seitenabstand und andere Bösartigkeiten

Das 2. Halbjahr 2021 ist kurz vor dem Beginn und nach einigen Tagen Ruhe wird es wieder extremer. So durfte ich mich belehren lassen(Bild 3), das dieses Verkehrszeichen einen Radweg ausschildert(Bild 1), naja Autofahrer sind unfehlbar, haben sowieso Recht und wenn nicht, wird das mit wildem Gehupe und einem Haufen Blech durchgesetzt. Ich hab es ja selbst bis vor paar Monaten nicht so gewusst, wie die Beschilderung auszulegen ist.

Aber es gibt auch positive Ausnahmen – dieser Fahrer ist sogar 1m zurückgefahren, damit ich ohne Gefährdung an ihm vorbeikomme – da bedankt man sich auch.

Im weiteren verlauf gab es nur noch PKW-Fahrer, die sich bei Gegenverkehr an mir vorbeiqutschen mußten – auf der Landstraße – 2m Seitenabstand war in unerreichbarer Entferung – wenn es 0,5m waren, dann kommt das der Realität näher. Dazu kam noch ein Angetrunkener, der auf der Bank einer Bushaltestelle lag, ich hab mich zumindest nach seinem Befinden erkundigt, mehr kann man nicht machen, wenn der jenige antwortet, dass es ihm soweit gut geht.

Radwege wurden ja angelegt, um das schnellere Vorwärtskommen der PKW zu gewährleisten und dazu dienen sie der Bereitstellung eines immer verfügbaren und freien Parkplatzes. Dazu sind die (garnichtmehr so)neuen Regeln zum Seitenabstand einigen Fahrern komplett unbekannt. Hier mal das Ergebnis aus 4min Radfahren am 21.06.2021

Gleich früh und am Nachmittag kaum besser – der Fahrer im weißen PKW(Bild 1) hat erst in dieser Position begonnen zu blinken. Bloß gut, das der Wille abzubiegen und meine Vorfahrt zu mißachten an der Fahrweise erkennbar war. Der Fußgänger ist keinen mm zur Seite gegangen, trotz mehrfachen klingeln – Handy war augenscheinlich wichtiger.

Am 30.06.2021 war es natürlich wichtig, mit dem Elterntaxi(Bild 1-3) erst knapp zu überholen um sich direkt hinter einem Bus an der Haltestelle vor uns zu quetschen – anschließend wurden wir natürlich auch noch knapp überholt. Bild 4: mal wieder ein Geisterradler.

06.07.2021

heute war es mal wieder extrem, ich wäre fast ohne Cam losgefahren, aber ich hab sie noch schnell geholt, es war eine gute Entscheidung.

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