Letzte Aktualisierung am 26. März 2025 08:42 von admin
ist eine Zumutung, dass sowas gebaut werden darf ist schon beachtlich, geschweigedenn das soetwas abgenommen wurde. Der Planer gehört für sowas geteert und gefedert
Video ansehen und staunen
Die Messung erfolgte mit dem gebräuchlichen Daumen->Mittelfinger-Maß kontrolliert -> 20cm. Eine Kontaktaufnahme mit der zuständigen Verwaltung Bitterfeld-Wolfen ist eben telefonisch erfolgt und der Link zu dieser Seite per Mail weitergeleitet.
nun aber mal Tatsachen: Unzulässig. RN 37 zu § 2 VwV-StVO fordert eine Mindestbreite von 2,40 m. Die Straßenverkehrsbehörde muss die Radwegebenutzungspflicht aufheben. Der Geh und Radweg darf höchstens in eine Richtung freigegeben werden und dann muss er breiter werden
Naja die 2,4 m sind äußerst knapp verfehlt – in Leipzig wird ein Radweg abgerissen, weil er 10cm zu schmal ist(1,4m statt 1,5m)
##Update 26.03.2025## Ich hatte ja bereits bei Erstellung dieses Artikels beim Radverkehrsverantwortlichen der Stadt Bitterfeld-Wolfen eine Anfrage zu diesem Radweg gestartet, dort wurden meine Infos an den Landkreis weitergeleitet – allerdings erfolgte keine Aktion bzw. Reaktion. Anfang Februar habe ich das Thema nochmals direkt an den Landkreis Anhalt-Bitterfeld gesendet – auf meine Nachfragemail von Anfang März (ADFC Dessau in CC) gab es nun Aktivitäten. Ein Telefonat mit dem Verantwortlichen ergab relativ großes Erstaunen, wieso das überhaupt so gebaut wurde. Fazit ist: Benutzungspflicht wird aufgehoben. Die Rote Markierung verbleibt auf der Straße, Beschilderung mit VZ 240 wird entfernt.
Letzte Aktualisierung am 6. Dezember 2022 20:54 von admin
aufgrund einer Beobachtung bei einer Fahrt durch Zörbig ist mir ein benutzungspflichtiger Radweg aufgefallen, der noch nicht mal die Anforderungen an einen Fußweg erfüllt. Dieser Radweg hat als Belag lockeren Rollkies, also genau dieses Zeug, was im Straßenbau die Oberste Schicht bei Flickarbeiten ausmacht. Der Untergrund ist für einen geübten Radler mit Mühe beherrschbar, für einen der nicht regelmäßig auf unterschiedlichsten Untergründen fährt absolut gefährlich. Der Radweg ist in beiden Richtungen zu befahren. Diesen Radweg habe ich heute mal mit der Dashcam gefilmt und ich bin erschüttert.
Hier erstmal einige Bilder aus dem Video und anschließend das Video von der gesamten Strecke inkl. eines kurzen Radwegstückes auf der anderen Straße. Dieser Radweg hat sogar eine Bushaltestelle und endet einfach in den fließenden Gegenverkehr.
Ich werde auf jeden Fall die Verwaltung der Stadt Zörbig über diesen Mißstand in Kenntnis setzen und auf die Unzulässigkeit einer Benutzungspflicht extra erwähnen.
Mail geht an den ADFC in CC.
Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund einer Beobachtung vor einigen Tagen vom PKW aus, habe ich heute eine Radtour nach Zörbig gemacht. Zweck war die Dokumentation das Zustandes und der Beschilderung. Dabei sind mir diverse unzulässige Bestandteile aufgefallen.
– Radweg auf gegenüberliegender Seite vom Friedhof ist benutzungspflichtig, endet im Nichts und beinhaltet eine Bushaltestelle
– Radweg wird scheinbar auf der anderen Straßenseite fortgeführt und in beiden Richtungen beidseitig durch das Gewerbegebiet geführt – ein Seitenwechsel ist aufgrund durchgehender Mittellinie legal nicht möglich
– Radweg wird dann auf lockerem Rollsplitt in Richtung Osten MIT Benutzungspflicht geführt – ein sicheres Fahren ist dort nicht möglich, erst recht nicht zumutbar
– Zufahrt zum Autokontor wird nicht durch eine farbige Radwegfurt entlang einer Sperrlinie geführt
– Radweg führt im weiteren Verlauf direkt über groben Schotter
Mir stellt sich die Frage, wie man so verwirrt sein kann, einen solchen Trampelpfad mit einer Benutzungspflicht zu versehen – die Beschilderung ist mit ziemlich neuen Schildern erfolgt, von daher recht neu. Welche Gründe haben Sie für eine Benutzungspflicht. Hat ein Verantwortlicher der Stadtverwaltung mal in die Verwaltungsvorschriften für die Gestaltung von Radwegen gesehen, geschweige denn diesen Radweg mal selbst mit einem Fahrrad befahren? Der absolute Witz ist der Hinweis auf keinen Winterdienst. Völlig klar weshalb, weil er mit Fahrzeugen unbenutzbar ist, auch ein Fahrrad ist ein Fahrzeug, aber das nur am Rande. Ein Sicherheitsgewinn ist dieser „Radweg“ keinesfalls
Im Übrigen ist der Radweg von Gut Tannepöls bis zum Ende an der Aral-Tankstelle ebenfalls eine Zumutung – es gibt kaum einen Meter auf dieser Strecke, bei dem nicht Wurzeln den Asphalt mehrere Zentimeter nach oben gedrückt haben. Die Fortsetzung dieses Radweges mit Benutzungspflicht ist auch eine Frechheit – auf den letzten 100m vor dem Kreisverkehr auf der linken Fahrbahnseite und dafür 2x die Fahrbahn zu überqueren, ist das höhere Risiko, als auf der Straße zu fahren.
Den Radweg im Bereich Thuramark habe ich mit Foto und Video dokumetiert und über folgende Adresse auch für Sie abrufbar gemacht.
Hier die Kommunikation mit der Stadt Zörbig
meine Mail vom 25.08.2022
Inzwischen gibt es eine erste Reaktion der Stadt Zörbig nach etwas über 3 Monaten…
da ich nicht sicher bin, ob Sie bis heute eine Antwort von uns erhalten hatten, antworte ich Ihnen auf Ihre Mail.
Ich bin Ihnen sehr dankbar für die Hinweise zum Zustand des Radweges. Zunächst haben wir den Bewuchs entfernt, werden aber auch die Beschilderung anpassen. Gespräche mit der zuständigen Behörde im Landkreis gibt es schon. Ebenso werden wir die Fahrbahnmarkierung anpassen. Auch hier laufen die Gespräche.
Insofern möglich, werden die Schilder zum nächstmöglichen Zeitpunkt abgebaut. Hier bedarf es der Zustimmung der unteren Verkehrsbehörde.
Herzlichen Dank für Ihre Hinweise und einen guten Start in die Woche.
wie bei der Sommersonnenwendetour 2022 erwähnt, laufen die Planungen für die Sommersonnenwende 2023 – der 1. Teil der Tour ist weitestgehend identisch mit 2022 – vielleicht hab ich ja mal Rückenwind. Kein Wind wäre aber auch eine Alternative. Wie bereits 2022 werde ich einen Teil der Ausrüstung nach Kühlungsborn schicken. Abweichungen im Streckenverlauf sind hauptsächlich im Bereich Burg und um den Schweriner See/Bad Kleinen. Dies ist den letztjährigen Erfahrungen geschuldet. Ich hoffe natürlich, dass es dieses Jahr mit dem Essen beim Oberförster in Seehof klappt.
In der folgenden Karte ist meine aktuelle Position zu sehen – natürlich erst nach dem Start
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gefahren geplant
Hier ist der aktuelle Planungsstand:
360km in 23h nach Heiligendamm(ja ich denke noch über den Leuchtturm nach)
der 2. Tag wird ein Ruhetag, also auch mal rüber nach Kühlungsborn
Tag 3 147km bis Neu Bartelshagen
Tag 4 145 km bis Sassnitz
Tag 5 133 km bis nach Kölpinsee
Tag 6 205 km bis Liebenwalde
Tag 7 204 km bis nach Wolfen
Sämtliche Übernachtungen werden wieder in der Hängematte erfolgen. Zu sehr hat es sich bewährt – sowohl vom Gewicht, Volumen und vom Komfort. Auch die extreme Flexibilität spricht für die Hängematte – 2 ausreichend starke Befestigungspunkte(im Normalfall Bäume) aber auch Anderes geht. Der Untergrund ist fast egal und ist nur beim Auf- und Abbau relevant.
Aktuell wird die 1. Übernachtung auf jeden Fall wieder zwischen Wittenbeck und Heiligendamm erfolgen – dort brauche ich keinen Platz suchen, sondern der ist mir sehr gut bekannt, geeignet und für einen frühen Start ideal, denn er liegt direkt an der Route.
Natürlich übernachte ich generell außerhalb von Naturschutzgebieten, was ich relativ gut mit der App Droniq prüfen kann. Die nächste Übernachtung ist bei ca. 500 km geplant. Am Bodden kurz hinter Barth habe ich was Passendes gefunden – nahe am Wasser aber außerhalb eines NSG. Tagesetappe von 150 km. Da die Nächste nur 70-100km hat, kann ich flexibel entscheiden, falls sich auf dem Darß etwas ebenfalls geeignetes aufdrängt ;-). Eine weitere Option ist 30km entfernt, nördlich von Trent auf Rügen in Sichtweite zur Insel Hiddensee.
Der vierte Tag verläuft von Groß Bartelshagen Richtung Stralsund und weitestgehend an der Küste der Insel Rügen entlang bis nach Sassnitz. Der Tourverlauf geht bis zur nördlichsten Spitze von Rügen(Putgarten/Kap Arkona) und dann an der Ostküste entlang bis kurz hinter Sassnitz. Zwischen Neu Mukran und Sassnitz kommt dann wieder die Hängematte zum Einsatz.
Der nächste Stopp erfolgt nördlich von Reinberg direkt nach der Fährüberfahrt nach Stahlbrode bei 744km – es kristallisieren sich also 100 km Tagesetappen an der Küste heraus. Das kann nach der Hinfahrt nach Kühlungsborn schon fast als entspannte Tour bezeichnet werden. Der letzte Stop vor der Rückfahrt ist vorerst zw. Stolpe und dem Ort Usedom auf der Insel Usedom geplant. Ab dann ist dann Rückfahrt mit ca. 200km am Tag angedacht – damit ist der erste Stop südlich von Zehdenick 1052 km fällig. Damit verbleiben etwas mehr als 200km für den Abschluß bis Wolfen
Sofern sich mein Fitnesszustand nicht entscheidend ändert, ist das machbar. Es wird auf alle Fälle eine neue Hammertour und eine angemessene neue Herausforderung.
Wenn ich mir so überlege, dass 2018 eine Tagesleistung von 120- 150km das absolute Maximum waren(nach denen ich absolut platt war und auch nur mit Mühe geschafft habe), hab ich mich ganz schön gesteigert. Am Rad hat sich in der Zeit nichts grundlegendes geändert, also ist die Veränderung nur meinem geringeren Gewicht, dem Plus an Muskeln und Fitness zuzuschreiben.
Die Tour wird dann ca. 7 Tage umfassen, 1200 km ist schon umfangreich und übersteigt alles bisherige recht deutlich. Die einzelnen Etappen(km nur ca., angegebener Ort/Gegend ist immer das Ziel):
Kühlungsborn 360km
Barth 130km bis 490km
Groß Kubitz 80km bis 570km
Kasnevitz 150km bis 720 km
Stolpe 130km bis 870 km
Liebenwalde 204 km bis 996 km
Wolfen 204 bis 1200 km
Die Etappe Rügen muß auf jeden Fall etwas gestreckt werden, denn 180km sind an der Küste zuviel, denn die Kilometer sollen auch ein wenig Genuß sein
Das ist inzwischen passiert, wobei 156km noch etwas viel ist, der landschaftlich wohl schönste Abschnitt sollte nicht der Längste werden.
Letzte Aktualisierung am 28. Juli 2022 22:35 von admin
Nun hat es mich doch mal erwischt ich liege wieder mal im Krankenhaus. Ich habe mir irgendwie einen Leistenbruch eingefangen bin mit selbigen allerdings in Berlin mit dem Rad gewesen ( 292 km). Danach habe ich noch die Hammer Tour an die Ostsee gemacht das waren dann noch mal 800 km, dazu kamen noch diverse mehr oder weniger lange kleine Touren. Somit bin ich ca 1300 km mit dem Leistenbruch noch Rad gefahren. Folgend eine kleine Bildübersicht von dem was ich hier erlebt habe.
Die OP ist recht gut verlaufen, heute, am 28.07.2022 war Fäden ziehen angesagt. Dabei sagte der Arzt, ich soll mal 20km mit dem Rad zu fahren – das lasse ich mir nicht 2x sagen und so kam es zu einer „kleinen“ Proberunde
Das lief eigentlich besser als erhofft – 26kmh im Schnitt ist absolut ok und macht sehr optimistisch für weitere Touren – werde mich nun langsam steigern. Ich habe gefühlt nicht auf Geschwindigkeit gegangen, umso mehr überrascht bin ich.
Letzte Aktualisierung am 14. Juli 2022 21:10 von admin
Nachhaken am 07.07.2022
ich hatte am 26.06.2022 eine Anfrage bezüglich des Verhaltens des Mittarbeiters der Shellstation Möckern in Sachsen Anhalt bezüglich eines WC-Besuchswunsches gesendet, allerdings gab es bis heute keine Antwort. Immerhin ist das verhalten des Mitarbeiters durchaus strafrechtlich relevant und die Gründe für die Ablehnung wollte ich schon verstehen.
PS: Nach 10 Tagen sollte es möglich sein eine Antwort zu formulieren.
Inzwischen gibt es ein Lebenszeichen von Shell 08.07.2022
Beschwerde / OBN 3298/ Ref.Num. 4137841
Sehr geehrter Herr ,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Wir bedauern, dass Ihr Besuch auf obiger Shell Station nicht zu Ihrer Zufriedenheit verlief und Sie nicht den erwarteten Service vorgefunden haben. Daher bedanken wir uns für Ihre Mitteilung, weil nur so wir die Möglichkeit erhalten, unsere Qualität weiter zu verbessern.
Da wir auf den von Ihnen geschilderten Sachverhalt nur bedingt Einfluss haben, da dieser Bereich der alleinigen Entscheidung unserer selbstständigen Tankstellenpartner unterliegt, haben wir Ihr Anliegen an die Stationsleitung weitergeleitet. Diese wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.
In der Hoffnung, dass es zukünftig keine weiteren Beanstandungen geben wird, freuen wir uns, Sie auch weiterhin auf unseren Shell Stationen begrüßen zu dürfen.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Katja Golab
Ihr Shell Customer Service Center Shell Business Operations
Die Station hat am 14.07.2022 geantwortet
Sehr geehrter Herr ,
Vielen Dank für ihre Nachricht.
Ihr Feedback ist uns immer wichtig.
Da unser WC sich im Innenbereich befindet können wir zu Nachtschalterzeiten aus Sicherheitsgründen niemanden in den Shop lassen.
Hierfür bitten wir um ihr Verständniss.
Mit Freundlichen Grüßen
Vorname Nachname
Stationsleiter
Shell Station Möckern
Für mich komplett nicht nachvollziehbar, deshalb habe ich nochmal nachgelegt:
ich danke ihnen für ihre Antwort, wenn ich das schon ein wenig komisch finde. Die Station sollte dann den Hinweis haben, dass WC in der Nacht nicht möglich ist, ich war auf einer Radtour über knapp 300km(an einem Tag) und hatte mich auf die Angaben zur Station verlassen. Ebenso hätte es auch die Option mittels eines Pfandes(über die Bezahlschublade) die entsprechende Sicherheit hergestellt werden können. Der Mitarbeiter hat gesehen, dass ich mit vollgepackten Rad ankam etc.
Ich muß sagen, das hätte anders gelöst werden können und müssen.
ich war am 12.06.2022 mit dem Fahrrad in Berlin und bin auf der Rückfahrt über die B2 wieder nach Wittenberg gefahren. Dabei fiel mir einerseits der in einem sehr schlechten Zustand befindliche, sehr schmale, benutzungspflichtige Radweg an der B2(Berliner Chausee) auf. Zusätzlich wird dieser plötzlich ohne jegliche Vorwarnung kurz vor der Totaltankstelle abseits der Straße geführt. Wenn man diese Überführung verpaßt, kommt man nicht mehr auf diesen Radweg. Auch nach den abseits geführten 250m Radweg, ist der Radweg weiterhin sehr schmal und sehr uneben, was eine Benutzungspflicht ausschließt. Ich empfehle ihnen einfach mal eine Fahrt mit dem Rad über diesen Weg. Mit ist bewußt, dass dieser Radweg begleitend zu Bundesstraße in Landesverantwortung liegt und damit auch die Beschilderung nicht von der Stadt Wittenberg zu verantworten ist. Allerdings dürfte eine Kontaktaufnahme der Stadt Wittenberg mit den entsprechend Zuständigen mehr Gewicht haben, als die eines Radfahrers.
Ebenso ist mir bewusst, dass Änderungen der Infrastruktur nicht von heute auf morgen möglich, geschweige denn bezahlbar sind.
Ich bitte sie zumindest um eine Stellungnahme diesbezüglich und eine Info, ob und gegebenenfalls was in dem Bereich getan wurde oder geplant ist.
Mit freundlichen Grüßen
#17.07.2022# Hier schonmal ein Update: Es gab keine Reaktion seitens der Stadt Wittenberg
#22.07.2022# Es gibt Antwort aus Wittenberg:
ich habe Ihre E- Mail erhalten und möchte Ihnen darauf antworten.
Die Situation der Radwege in der Lutherstadt Wittenberg ist auch für uns in vielen Abschnitten nicht zufriedenstellend.
In sämtlichen Straßenbaumaßnahmen werden die Belange allerdings berücksichtigt und umgesetzt. Leider fehlen wie so oft die Mittel, noch schneller die Gesamtsituation zu verbessern.
Der Zustand der Wegeführung in der Berliner Chaussee ist bekannt. Der schmale Weg ist allerdings ein „Gehweg für Radfahrer frei“ und somit von der Benutzungspflicht für Radfahrer ausgenommen.
Wie Sie selbst festgestellt haben, gibt es wenige kurze Abschnitte, die ausgebaut sind. Dies erfolgte aber immer nur tangierend zu anderen Baumaßnahmen.
Eine durchgehende Radwegverbindung an der Berliner Chaussee ist auch für uns als Stadt schon lange ein wichtiges Anliegen, aber Sie haben es bereits erwähnt: Baulastträger ist das Land.
Seitdem die Bestrebungen der Errichtung einer Umgehungsstraße bestehen, kam das Projekt Radweg fast gänzlich zum Erliegen.
Die Notwendigkeit besteht aber weiter und die Umsetzung ist das Ziel der Stadt.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Ich habe am heutigen 25.07.2022 gleich nochmal nachgelegt:
Sehr geehrter …,
vielen Dank für ihre Antwort, die meine Vermutungen bestätigt haben. Allerdings ist es nicht so, dass keine Benutzungspflicht besteht. Es gibt Abschnitte, die weder qualitativ noch aus anderen Gründen vertretbar besser sind, aber trotzdem benutzungspflichtig sind:
Anhand des Bildes dürfte die genaue Position zu finden sein – es ist direkt an dem Abzweig „Am Bach“
Gleiches kurz nach der Tankstelle:
Ebenso ist der folgende Radweg nach dem unzumutbaren benutzungs-pflichtigen Radweg nicht erreichbar und endet nach vielleicht 30 m:
Anschließend(nach dem Kreisverkehr) geht es durch die Bushaltestelle, die einerseits als benutzungspflichtiger Radweg „getarnt“ ist, aber auch zum Parken genutzt wird…
Anschließend gibt’s erneut eine Benutzungspflicht:
Der Rest bis zum Abzweig nach Straach ist schon fast als sehr gut einzustufen. Da ich allerdings zum Bahnhof abgebogen bin, habe ich diesen Bereich nicht mehr selbst er“fahren“
Die Bilder mit Herbstlaub sind vom Nov. 2020, der Rest vom Aug. 2020 – somit können sie abschätzen, ob es im Bereich Anderungen gab – von der Erinnerung her, war es am 12.6.2022 genauso.
Zum Abschluß habe ich noch eine Frage: darf ich die Kommunikation ohne Namensnennung auf meiner Website veröffentlichen? Es wird dann nur allgemein von der Stadt Wittenberg die Rede sein.
Letzte Aktualisierung am 16. Juli 2022 19:46 von admin
Folgende Mail ging am 07.07.2022 an die Stadtverwahltung der Gemeinde Raguhn-Jeßnitz:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin sowohl in der Region, also auch in teilen von Deutschland viel mit dem Rad unterwegs. Kürzlich ist mir im Ortsteil Jeßnitz das Ende eines Radweges aufgefallen, der keinesfalls den aktuellen Umsetzungsempfehlungen bzw. Vorschriften entspricht.
Konkret handelt es sich dabei um die GPS Position 51.682389, 12.296382 Es ist der Abzweig von der L138 zum Anger. Dabei wird in der Straße bis zur Überführung des Radweges auf die Straße geparkt. Üblich sind dann zumindest gestrichelte Linien zur Kenntlichmachung des Übergangs. Das Parken bis zum Radweg ist eine unnötige Gefährdung von Radfahrenden und potentielle Gefahrenstelle.
Bei einer solchen Ausführung bei einer gerade abgeschlossenen Sanierung und Umbau fragt man sich, wer diesen „Mist“ geplant und genehmigt hat und welche Stellen da involviert waren.
Ich bitte sie um eine Prüfung der Örtlichkeit und um eine Rückinfo.
Mit freundlichen Grüßen
Eigentlich müßte ich direkt nachlegen, aufgrund eines Hinweises ist mir die schwachsinnige Beschilderung erst aufgefallen. Bild 1 komplette Ansicht, Bild 2 nur die Beschilderung Radweg/Fußweg, Bild 3 das Ende vom Rad und Fußweg, dazu links und rechts vertauscht
Es gab direkt am 08.07.2022 eine Reaktion der Stadtverwaltung:
Ihre o.g. Anfrage / Eingabe ist bei der Stadt Raguhn-Jeßnitz eingegangen.
Nach örtlicher straßenverkehrsrechtlicher Prüfung meinerseits, antworte ich Ihnen wie folgt: An der von Ihnen angegebenen Stelle der Straße „Anger“ in Jeßnitz (Anhalt) endet der Radweg durch Verkehrszeichen 241-30 mit Zusatzzeichen 1012-31 (Ende).
Somit hat sich ein Radfahrer, wie in Ihrem Fall beschrieben, in den fließenden Verkehr der auf den Radweg folgenden Straße, hier Anger, einzuordnen. Gegebenenfalls muss der Radfahrer hierzu auch anhalten um sich sicher in den fließenden Straßenverkehr der Straße einordnen zu können. Die von Ihnen angesprochene Markierung ist somit entbehrlich und eine Gefährdung des Straßenverkehrs ausgeschlossen. Sofern sich bei Baumaßnahmen die Verkehrsführung ändert wird seitens des Bauherren oder von dessen beauftragten Ingenieurbüro ein sogenannter Beschilderungs- und Markierungsplan beim zuständigen Straßenverkehrsamt eingereicht. Von dortiger Seite wird die vorgeschriebene Anhörung der Polizeibehörde sowie die Prüfung des Planes auf Plausibilität vorgenommen. Am Ende erfolgt eine verkehrsrechtliche Anordnung. Die Zuständigkeit des jeweiligen Straßenverkehrsamtes ergibt sich aus der jeweiligen Straßenbaulast der betreffenden Straße. Da es sich bei der Baumaßnahme hauptsächlich um die Landesstraße (L 138) handelte, wurde die Anordnung durch Fachbereich 32 -Straßenverkehrsamt – des Landkreises Anhalt-Bitterfeld mit Sitz Am Flugplatz 1 in 06366 Köthen (Anhalt) erteilt.
Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag
Ich habe als Antwort ua. auf die verwendeten Schilder hingewiesen:
ich danke ihnen für die umfangreiche und sehr zeitnahe Antwort.
Die Problematik und damit Ihre Ausführungen sind insoweit nachvollziehbar, allerdings wird der Radweg in einem Winkel von 30-40° zur Straße geführt und dort ist dann eine direkte Richtungsänderung(bei parkenden Fahrzeugen ) quer zur Fahrtrichtung notwendig um sich dann im 90° Winkel in den laufenden Verkehr einzuordnen. Ein Einordnen im 90° Winkel hat natürlich den Vorteil, dass eine Beachtung des Verkehrs erzwungen wird, was bei einem höheren Prozentsatz der Radfahrer sonst unterbleiben würde. Das sind aber auch dann die Kandidaten, die an dieser Stelle stumpf auf dem Fußweg weiterfahren. Allerdings bleibts das Bedürfnis von Radfahrern auch zügig sich in den Verkehr einordnen kann, auf der Strecke. Dazu verweise ich auch auf die STVO „Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs“
Zusätzlich ist an der besagten Stelle aber trotzdem etwas schief gelaufen: Zu Beginn des Rad/Fußweges steht VZ 241-30 mit Radfahrer Links, beim Ende ist der Radfahrer rechts.
Die Antwort darauf ließ nicht lange warten, ist allerdings ohne Berücksichtigung meiner zusätzlichen Erläuterung geblieben:
ich danke Ihnen für nachgereichten Hinweis vom 08.07.2022 bezüglich des Verkehrszeichens am Ende des getrennten Geh-/Radweges Höhe Anger in Jeßnitz (Anhalt). Das Schild wird zeitnah entsprechend ausgetauscht.
Nachfolgend sammel ich hier erstmal Futter für weiteres nachlegen
Letzte Aktualisierung am 21. April 2023 05:18 von admin
###Update noch einige Fotos eingefügt, Shell-Update und Typo
Vorbereitung
Die Tour habe ich bereits im Januar 2022 bei Komoot geplant und auch da schon als Termin den 21.06.2022 plus minus 7 Tage um vorgesehen – wichtig war mir eine möglichst kurze Nacht(Dunkelphase) und dass ist nur um die Sommersonnenwende der Fall. Hier der Link zur Tourenplanung: klick! Ein paar Tage vor dem Temin hatte ich noch den 23.06.2022 als Starttermin vorgesehen, aber am 20. ist die Prognose für das folgende Wochenende gekippt und Regen bzw. Gewitter waren an der Tagesordnung. Also habe ich mich in einer schlaflosen Nacht zum 20.06. spontan entschlossen, direkt am 21. zu starten. Eine Liste mit den notwendigen Sachen hatte ich bereits lange vorher erstellt und brauchte bloß noch noch zusammenzupacken. Ich habe den Teil der Ausrüstung inkl. Fahrradtasche, den ich auf der Hinfahrt nicht brauchte, nach Kühlungsborn geschickt. Somit brauchte ich das nicht mitzuführen. Konkret war das: Schlafsack, Hängematte, Tarp, Solarpanel und paar Wechselklamotten. In der Summe waren das ca. 7 kg. Beim Start habe ich zuhause noch paar Brötchen belegt und mit etwas zu trinken für den ersten Abschnitt bis Burg eingepackt.
Route
Hier die komplette gefahrene Strecke, die Planung kann unter der Karte eingeblendet werden.
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gefahren geplant Rückfahrt-Plan
Der 1. Tag bis zur Ankunft in Bastorf am 22.06.2022
Start war am 21.06.2022 – 3:37 Uhr, das erste Ziel war Burg zum erstmaligem Füllen der Nahrungsvorräte – es sollte allerdings etwas anders kommen. Der Start war eigentlich für 3 Uhr geplant, aber es gab noch Verzögerungen. Am Ortsausgang von Bobbau gab es dann das 1. Highlight. Nachtleuchtende Wolken treten nur in bestimmten Situationen in der Zeit um die Sommersonnenwende auf.
In Zerbst hat es meine Halterung vom Handy erwischt, somit mußte ich hin und wieder anhalten und einen Blick auf das Handy werfen – das hat für weitere Verzögerungen gesorgt. Kurz nach 7 Uhr in Möckern kam ich dann an der 1. geöffneten KFZ-Werkstatt vorbei und habe mir dort kurz einen passenden Imbus-Schlüssel geliehen. Damit konnte ich die Halterung wieder nutzbar machen. Ich musste nur auf die Drehfunktion verzichten und alles ist stabil. In Burg kam ich dann kurz nach 8 Uhr an, ich hatte an der Stelle dann schon einen Rückstand von 1 h. Das hat mich aber nicht beunruhigt, denn für den Abschnitt Schwerin – Bastorf war genug Puffer vorhanden.
In Burg ging es nach einem Einkauf, Frühstück und Reduzieren von Kleidung gegen 8:40 Uhr weiter. Von Burg ging es dann auf dem ziemlich direkten Weg zum Elberadweg bei Güsen. Eine kurze Pause habe ich dann bei Fischbeck gemacht und hatte ab da eine Begleitung auf dem Elberadweg. Aufgrund von unterschiedlichen Planungen trennten sich unsere Wege vor Havelberg. Den vorgesehenen Einkauf in Havelberg habe ich gestrichen, da ich noch genügend dabei hatte. Der Rückstand hatte bis Havelberg weiter zugenommen, ich bin gegen 13:45 Uhr durch Havelberg gefahren, geplant war dies etwa etwa 12 Uhr – der eingesparte Einkauf hat es zumindest nicht verschlimmert.
Von Havelberg ging es weiter nach Perleberg, wo ich ca. 16:20 Uhr ankam. Im weiteren Verlauf ging es dann 30 Minuten später weiter Richtung Schwerin. In Schwein war eigentlich ein opulentes Abendessen beim Oberförster geplant, allerdings haben die vorher aufgelaufenen Verspätungen das Abendessen verhindert. Ich habe es mir aber nicht nehmen lassen, zumindest mal 21:20 Uhr dort Hallo zusagen. Da die Mitarbeiter bescheid wussten und nur mein späteres Ankommen das Abendessen verhinderten, wurde mir ein Bier angeboten. Aktuell ist beim Oberförster 20 Uhr Küchenschluß. Zumindest habe ich aber das geplante Bad im Schweriner See gemacht und war das Salz auf der Haut los und sehr gut erfrischt.
Nachdem ich mich dann wieder fahrradtauglich gemacht habe, war dann das Abendessen aus dem mitgeführten Essen dran – die Verspätung hat sich ja durch den ganzen Tag gezogen und damit habe ich beim Einkauf in Perleberg reagiert und etwas mehr gekauft. Bei der Abfahrt in Seehof war es fast dunkel. Bis 0 Uhr kam ich dann noch bis kurz vor Wismar und hatte auf fast der kompletten Strecke einen herrlichen Blick auf den nicht ganz dunkel werdenden Himmel im Norden – die kürzeste Nacht des Jahres läßt grüßen. Es war einfach nur traumhaft. Eigentlich hatte ich auf diesem Abschnitt genug Zeit es gemütlich anzugehen, aber der nun verschwundene Gegenwind, die Entspannung durch die Badepause mit anschließendem Essen und das immer näher kommende Ziel hat mich motiviert und weitere Kräfte freigesetzt. In Blowatz habe ich noch versucht ein sehr mysteriöses Lichtproblem zu lösen – beim Bremsen ging das Licht aus, der Nabendynamo lieferte dann keine Energie. Allerdings war kein Erfolg festzustellen – ich habe dann zusätzlich auf die Stirnleuchte gesetzt. Das Problem besteht also aktuell immernoch.
##Nachtrag August 2022: der Fehler ist nun behoben, es war ein 2 fach verdrehtes Kabel, was eine Rahmenverbindung hatte und dadurch beim Bremsen einen Kurzschluß verursachte.
Weiterhin gab es auf diesem Abschnitt sehr viel Wild, was durch mich aufscheucht durch die Felder rannte – das Geräusch war anfangs schon ein wenig beängstigend. Man muß sich das vorstellen wie das Blätterrauschen bei Sturm. Diverses Wild konnte ich auch sehen – in der Dunkelheit konnte ich Fuchs, Hase, Igel und Rehe sicher erkennen. Ich habe mich entschlossen, auf diesem Abschnitt nicht auf den Radweg zu fahren, denn einerseits war kein Verkehr, dazu kam noch, dass die Seitenlinien auf der Straße einen Vorteil gegenüber dem linienlosen Radweg darstellten und der größere Abstand zu den Feldern war auch beruhigend
An der Ostsee
Mein Ziel war zwar Kühlungsborn, allerdings empfand ich den Sonnenaufgang am Leuchtturm Bastorf als angemessener. Somit blieb ich nach der Ankunft um 2:25 Uhr, also nicht mal 23h nach dem Start, am Leuchtturm. Also Bonus ging zu der Zeit gerade der Mond auf. Da ich relativ gut durchgekommen bin, hatte ich bis zum Sonnenaufgang noch einiges an Zeit (ca. 2 Stunden) Deshalb habe ich mir erstmal ein Plätzchen gesucht, wo ich mich bissel lang machen konnte. Zur Sicherheit hab ich mir den Wecker in der Smartwatch gestellt, denn den Sonnenaufgang wollte ich nicht verpassen. Zur Sicherheit habe ich mich 4x wecken lassen. Ich habe doch tatsächlich fast 45 min geschlafen und war damit fit für den Tag.
Kurz nach 5 Uhr ging es dann weiter Richtung Kühlungsborn mit einem Abstecher zum Strand zw. Kühlungsborn West und Kägsdorf.
Von dort bin ich dann erstmal zum Wohnmobilstellplatz Wittenbeck und von da zum geplanten Übernachtungsplatz an der Steilküste Richtung Heiligendamm. Da dort alles erwartungsgemäß war bin ich nach einigen Fotos zurück nach Kühlungsborn, um ein Versprechen einzulösen, meinem Kumpel Jürgen habe ich angekündigt, zum Frühstück zu kommen und frische Brötchen mitzubringen. Diese habe ich dann geholt, als ich das erste Lebenszeichen erhalten hatte. Bei Jürgen habe ich dann Handy und Powerbank nachgeladen. Nach einem opulenten Frühstück ging es für mich zur Entspannung an den Strand nach Wittenbeck, allerdings mit vorherigem Einkauf von Flüssigem in Kühlungsborn West.
Am Strand habe ich dann ein wenig geschlafen und mir dabei den Hintern und die Rückseite der Oberschenkel verbrutzelt. Zwischendurch immer mal Abkühlung in der Ostsee. So verging ein großer Teil des Tages.
Die (1.) Übernachtung (in der Hängematte)
Nachdem ich bei meinem Kumpel am Mittwoch Abend meine restliche Ausrüstung abgeholt hatte, ging es an den Aufbau der Hängematte. Dies führte aber erstmal zum Grübeln, denn ich fand nicht die Stelle, wo die Stäbe dann fixiert wurden. Man sollte dann doch mal in die Anleitung sehen. Als das gelöst war, ging der Aufbau zügig und einfach von der Hand. Die passenden Bäume hatte ich am morgen schon auserkoren und das Bauchgefühl hat gepaßt, etwa 4 große Schritte sollten die Bäume auseinander stehen – etwas mehr geht, weniger keinesfalls. Über die Hängematte kam dann noch ein Tarp und in die Hängematte ein dünner Schlafsack – bei Temperaturen von ca. 10° völlig ausreichend. Das in die Hängematte integrierte Mückennetz hat ganze Arbeit geleistet. Beim reinkrabbeln sind 2 Mücken mitgekommen, die ich dann beim Stechversuch erlegt habe, danach waren nur noch draußen Mücken 😉
Meine Bedenken bezüglich Hängematte sind nun komplett weg, mir wurde auch von der Hängematte abgeraten – ich hab völlig problemlos geschlafen und werde die zukünftig die Hängematte einem Zelt vorziehen. Für mich persönlich alle Punkte pro Hängematte:
Gewicht
Volumen
Hängematte gilt als biwakieren und nicht wildcampen und ist damit außer im NSG überall legal
Bequemlichkeit
keine separate Matratze nötig
schnell aufgebaut, der Untergrund ist fast egal, solange er begehbar ist.
der 2. Tag
nach einer recht entspannten Nacht mit Meeresrauschen und ein Weckruf durch Vogelgezwitscher bin ich am Donnerstag gegen 6:50 Uhr erwacht und habe dann direkt begonnen die Hängematte, Tarp und Schlafsack zu verstauen. Da ich noch paar Fotos machen wollte, bin ich mal nach Heiligendamm gefahren und dort einige Fotos gemacht. Die Atmosphäre zwischen den alten Buchen ist immer wieder etwas besonderes.
Zwischendurch kam dann der Frühstücksanruf, also auf gings nach Kühlungsborn. Nach dem Frühstück ging es nochmals an den Strand zur Steilküste zw. Heiligendamm und Wittenbeck. Große Teile meiner Ausrüstung verblieben aber in Kühlungsborn, denn ich brauchte ja nur ein Handtuch.
Die Rückfahrt
Aufgrund der extremen Verstaubung des Rades und insbesondere der Kette, wollte ich in Kühlungsborn die Kette noch reinigen und schmieren lassen – leider waren 2 Werkstätten nicht in der Lage, das ad hoc zu machen – so bin ich mit der Kette doch gestartet. Die Schutzbleche habe ich am gleichen Tag montiert wie die Kette und die Kassette…
Bevor ich Kühlungsborn gegen 14:15 verlassen habe, habe ich noch 3 Fischbrötchen gekauft um etwas Verpflegung dabei zu haben.
Auf der Strecke nach Schwerin bin ich dann mal auf der anderen Seite vom Schweriner See gefahren – es war mal was anderes, aber auch da waren schwer zu fahrende Abschnitte mit losem Untergrund dabei. Ich habe früh gemerkt, dass ich nicht so recht vorwärts kam – ich war körperlich noch etwas geschafft – Sonnenbrand, ein wenig Sonnenstich und Nachwirkungen der Hinfahrt haben das selbst gesetzte Ziel von 150 km verhindert – ich habe außerhalb von Ludwigslust abgebrochen. Bis Ludwigslust bin ich auch nur gefahren, weil die Gegend nördlich komplett zu einem Naturschutzgebiet gehört. Das mußte ich natürlich noch verlassen. Zu der Zeit war es fast dunkel und es blieb nur wenig Zeit für die Suche nach einem passenden Platz für die Übernachtung. Wie man auch sieht, ich habe an dem Tag unterwegs auch kaum Fotos gemacht.
2. Übernachtung
Bei Ludwigslust habe ich eine passende Stelle in der Nähe der Bundesstraße gefunden – ein kleines Stück Buchenwald – durch einen Wall zur Straße nicht einsehbar. Natürlich habe ich auch nach dieser Nacht meinen Nachtplatz sauber und unverändert verlassen.
2. Teil der Rückfahrt
Bereits 6:30 Uhr war ich abfahrbereit und habe mich recht ausgeruht auf den Radweg gestürzt – von Ludwigslust ging es direkt zum Ziel des Vortages, nach Perleberg. Dort unternahm ich einen weiteren Versuch eine Fahrradwerkstatt zu finden, die meine Kette mal reinigen und abschmieren könnte und Markus Ruge vom Fahrrad-Eck konnte mir zeitnah helfen. Ich war allerdings 30 Minuten vor Öffnung vor Ort, habe dann erstmal Essen eingekauft und bin dann nochmals hingefahren. Dort bin ich dann gegen 9:30 Uhr wieder eingetroffen. Die Wartezeit habe ich effizient genutzt, ich habe gut und reichlich gefrühstückt. Gegen 10:30 Uhr war alles erledigt und ich bin dort wieder gestartet. In Perleberg war ich somit zwar 2 h und damit deutlich länger als ohne Kettenpflege vorgesehen, aber das war es wert, denn der Verschleiß war hörbar. Von Perleberg ging es dann über Wittenberge zum Elberadweg, auf dem mich ein böiger Gegenwind erwartete.
Der Elberadweg wird derzeit ausgebaut, um einfach ein angenehmeres Fahren zu ermöglichen. So aktuell bei Schönhausen. Bei Fischbeck ist beim letzten großen Elbehochwasser 2013 der Deich gebrochen. In diesem Bereich ist ein Rastplatz mit paar Infos zum Deichbruch und der Ausführung des neuen Deiches gebaut worden.
Unterwegs kam mir noch in den Sinn, ein kurzer Sprung in die Elbe wäre eine gute Idee, aber weiter als bis zum Hals hab ich mich nicht reingetraut. Ein Grund war die fehlende Erfahrung mit der Strömung, ein Weiterer ist auf den nachfolgenden Bildern zu sehen. Das war alles andere als sauber.
In Möckern habe ich dann noch versucht auf das WC einer 24h Shell-Station zu gehen – aufgrund von irgendwelchen Sicherheitsbestimmungen wurde mir das verweigert – eine Nachfrage bei Shell vor 2 Tagen wurde bisher nicht beantwortet. Die Anfrage ist bis heute offen, es wird wohl nix mehr kommen. Ich empfinde sowohl das Verhalten der Tankstellenmitarbeiter, als auch das von Shell als Unverschämtheit. Es gab nun doch noch ne Reaktionen, da dies hier den Rahmen sprengen würde, ist dies ausgelagert. Glücklicherweise gibt es in Möckern auch kundenfreundliche Gaststätten wie das Restaurant Attika, die trotz Feierabend mir noch den Gang auf die Toilette ermöglichten.
Anschließend ging es über Leitzkau zur B184, Zerbst nach Dessau. In Dessau Nord habe ich mich dann nochmal richtig gestärkt für die letzten 25km. Ich habe den Radweg und die alternativen Routen in der Nacht ignoriert, weil diese im Dunklen ungeeignet gewesen wären. erst in Dessau waren Radwege das bevorzugte Medium.
Ankunft und der Tag danach
Die letzten 20 km, also ab Dessau waren echt problematisch – ich war richtig müde und wenn ich im Auto unterwegs gewesen wäre, wäre ich eingepennt und nicht angekommen, die körperliche Beanspruchung hat den Geist relativ wach gehalten.
Fazit
Bezüglich des Wetters lag Glück und Pech nahe beisammen. Ich hatte sowohl auf der Tour Richtung Norden Gegenwind, als auch auf der Rückfahrt reichlich böigen Gegenwind. Dieser war äußerst zeitraubend und kräftezehrend. ich habe auf einem ebenen geraden Stück sogar den Test in Gegenrichtung gemacht – ohne große Anstrengung waren es 23km/h, die ich hätte durchgehend fahren können. In der „richtigen“ Richtung waren es nur 16-18 km/h, die ich nur mit mehr Anstrengung erreichen konnte. Auf der Fahrt Richtung Norden wurde es zwar im Laufe des Tages wärmer, aber die Luftmasse im Norden war kälter und damit wurde es nicht zu warm.
Von der mitgeführten und nach Kühlungsborn geschickten Ausrüstung war nichts zuviel, es war allerdings auch nichts, was ich vermißt habe, ich habe also die Tour und den Bedarf gut abgeschätzt. Bisher habe ich es so gehandhabt, dass ich essen und trinken zu großen Teilen direkt vom Startpunkt mitgeführt habe – das war dieses Mal nicht so, ich habe nach Bedarf unterwegs eingekauft. Der große Vorteil ist im reduzierten Gewicht beim Start und der flexiblen Reaktion auf den Bedarf. Ein Nachteil ist allerdings auch der zusätzliche Zeitaufwand für den Einkauf, Ausrüstung vom Rad abbauen. Bei den Temperaturen im Sommer ist der Flüssigkeitsbedarf der größte und auch der schwerste Posten.
Die mitgeführte technische Ausrüstung bestehend aus Powerbank, faltbares Solarpanel mit integrierter Powerbank, Handy, Gopro Black 9, diverse USB-Kabel(usb-C und Micro), Dual-USB-Netzteil, BT-Headset, Headset mit Klinkenanschluß, Ladekabel für Smartwatch und Pulsmesser war sinnvoll gewählt und vollständig. Die große Cam(Spiegelreflex) zuhause zu lassen war richtig, denn es wären 2 oder 3 Situationen gewesen, wo sie zum Einsatz gekommen wäre. Dabei aber jeweils nur mit dem großen Objektiv.
Sehr auffällig war der Umgang zw. Radfahrern und KFZ-Führern. Probleme mit Rücksichtslosigkeit gab es eigentlich nur auf den ersten 40km der Tour bis Möckern und auf der Rücktour ab Zerbst. Ich finde das schon bemerkenswert, das es sich doch eher als regionales Problem darstellt. Da versucht man nett zu nem LKW Fahrer zu sein, winkt ihn vorbei und zum Dank wird man von der Straße gedrängt. Auf der Rückfahrt habe ich im dunkeln die Straße dem Radweg bevorzugt, denn der Radweg war durch das Betonpflaster sehr uneben, sehr kurvenreich und dazu ohne jegliche begrenzende Seitenlinien. Das war ein eindeutig unzumutbarer Radweg. Wurde da von Autofahrern angehupt, aber wenigstens mit angenehmen Seitenabstand.
Während des Aufenthalts an der Ostsee habe ich öfters gegrübelt, wie ich diese Tour noch toppen kann – 800km in 4 Tagen bzw. 94,5 h. Mir fiel einfach nix ein, aber kürzlich kam mir ein Gedanke. Die ersten vorsichtigen Überlegungen sehen folgendes vor:
360km in 23h nach Kühlungsborn
480 km in 4 Abschnitten zu 100-150km bis zur polnischen Ostseeküste
400 km in 2 Tagen zurück bis Wolfen
Die angegebenen Kilometer sind bisher ohne Optimierung.