Die Hammertour nach Kühlungsborn

Vorbereitung

Die Tour habe ich bereits im Januar 2022 bei Komoot geplant und auch da schon als Termin plus minus 7 Tage um den 21.06.2022 vorgesehen – wichtig war mir eine möglichst kurze Nacht(Dunkelphase) und dass ist nur um die Sommersonnenwende der Fall.
Hier der Link zur Tourenplanung: klick!
Ein paar Tage vor dem Temin hatte ich noch den 23.06.2022 als Starttermin vorgesehen, aber am 20. ist die Prognose für das Wochenende gekippt und Regen bzw. Gewitter waren an der Tagesordnung. Also habe ich in einer schlaflosen Nacht zum 20. spontan mich entschlossen, direkt am 21. zu starten. Eine Liste mit den notwendigen Sachen hatte ich bereits lange vorher erstellt und brauchte bloß noch noch zusammenzupacken. Ich habe den Teil der Ausrüstung inkl. Fahrradtasche, den ich auf der Hinfahrt nicht brauchte, nach Kühlungsborn geschickt. Somit brauchte ich das nicht mitzuführen. Konkret war das: Schlafsack, Hängematte, Tarp, Solarpanel und paar Wechselklamotten. In der Summe waren das ca. 7 kg.
Beim Start habe ich zuhause noch paar Brötchen belegt und mit etwas zu trinken für den ersten Abschnitt bis Burg eingepackt.

Route

Hier die komplette gefahrene Strecke, die Planung kann unter der Karte eingeblendet werden.

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geplant
Rückfahrt-Plan

der 1. Tag bis zur Ankunft in Bastorf am 22.06.2022

Start war am 21.06.2022 – 3:37 Uhr, das erste Ziel war Burg zum erstmaligem Füllen der Nahrungsvorräte – es sollte allerdings etwas anders kommen. Der Start war eigentlich für 3 Uhr geplant, aber es gab noch Verzögerungen. Am Ortsausgang von Bobbau gab es dann das 1. Highlight. Nachtleuchtende Wolken treten nur in bestimmten Situationen in der Zeit um die Sommersonnenwende auf.

In Zerbst hat es meine Halterung vom Handy erwischt, somit mußte ich hin und wieder anhalten und einen Blick auf das Handy werfen – das hat für weitere Verzögerungen gesorgt. Kurz nach 7 Uhr in Möckern kam ich dann an der 1. geöffneten KFZ-Werkstatt vorbei und habe mir dort kurz einen passenden Imbus-Schlüssel geliehen. Damit konnte ich die Halterung wieder nutzbar machen. Ich musste nur auf die Drehfunktion verzichten und alles ist stabil. In Burg kam ich dann kurz nach 8 Uhr an, ich hatte an der Stelle dann schon einen Rückstand von 1 h. Das hat mich aber nicht beunruhigt, denn für den Abschnitt Schwerin – Bastorf war genug Puffer vorhanden.

In Burg ging es nach einem Einkauf, Frühstück und Reduzieren von Kleidung gegen 8:40 Uhr weiter. Von Burg ging es dann auf dem ziemlich direkten Weg zum Elberadweg bei Güsen. Eine kurze Pause habe ich dann bei Fischbeck gemacht und hatte ab da eine Begleitung auf dem Elberadweg. Aufgrund von unterschiedlichen Planungen trennten sich unsere Wege vor Havelberg. Der vorgesehene Einkauf in Havelberg habe ich gestrichen. Der Rückstand hatte bis Havelberg weiter zugenommen, ich bin gegen 13:45 Uhr durch Havelberg gefahren, geplant war dies etwa etwa 12 Uhr – der eingesparte Einkauf hat es zumindest nicht verschlimmert.

Von Havelberg ging es weiter nach Perleberg, wo ich ca. 16:20 Uhr ankam. Im weiteren Verlauf ging es dann 30 Minuten später weiter Richtung Schwerin. In Schwein war eigentlich ein opulentes Abendessen beim Oberförster geplant, allerdings haben die vorher aufgelaufenen Verspätungen das Abendessen verhindert. Ich habe es mir aber nicht nehmen lassen, zumindest mal 21:20 Uhr dort Hallo zusagen. Da die Mitarbeiter bescheid wussten und nur mein späteres Ankommen das Abendessen verhinderten, wurde mir ein Bier angeboten. Aktuell ist beim Oberförster 20 Uhr Küchenschluß. Zumindest habe ich aber das geplante Bad im Schweriner See gemacht und war so etwas Salz vom Körper los und sehr gut erfrischt.

Nachdem ich mich dann wieder fahrradtauglich gemacht habe, war dann das Abendessen aus dem mitgeführten Essen dran – die Verspätung hat sich ja durch den ganzen Tag gezogen und damit habe ich beim Einkauf in Perleberg reagiert und etwas mehr gekauft. Bei der Abfahrt in Seehof war es fast dunkel. Bis 0 Uhr kam ich dann noch bis kurz vor Wismar und hatte auf fast der kompletten Strecke einen herrlichen Blick auf den nicht ganz dunkel werdenden Himmel im Norden – die kürzeste Nacht des Jahres läßt grüßen. Eigentlich hatte ich auf diesem Abschnitt genug Zeit es gemütlich anzugehen, aber der nun verschwundene Gegenwind, die Entspannung durch die Badepause mit anschließendem Essen und das immer näher kommende Ziel hat mich motiviert und weitere Kräfte freigesetzt. In Blowatz habe ich noch versucht ein sehr mysteriöses Lichtproblem zu lösen – beim Bremsen ging das Licht aus, der Nabendynamo lieferte dann keine Energie. Allerdings war kein Erfolg festzustellen – ich habe dann zusätzlich auf die Stirnleuchte gesetzt. Das Problem besteht also aktuell immernoch.
Weiterhin gab es auf diesem Abschnitt sehr viel Wild, was durch mich aufgestöbert durch die Felder rannte – das Geräusch war schon ein wenig beängstigend. Man muß sich das vorstellen wie das Blätterrascheln bei Sturm. Diverses Wild konnte ich auch sehen – in der Dunkelheit konnte ich Fuchs, Hase, Igel und Rehe sicher erkennen. Ich habe mich entschlossen, auf diesem Abschnitt nicht auf den Radweg zu fahren, denn einerseits war kein Verkehr, dazu kam noch, dass die Seitenlinien auf der Straße einen Vorteil gegenüber dem linienlosen Radweg darstellten und der größere Abstand zu den Feldern war auch beruhigend

An der Ostsee

Mein Ziel war zwar Kühlungsborn, allerdings empfand ich den Sonnenaufgang am Leuchtturm Bastorf als angemessener. Somit blieb ich nach der Ankunft um 2:25 Uhr, also nicht mal 23h nach dem Start, am Leuchtturm. Also Bonus ging zu der Zeit gerade der Mond auf. Da ich relativ gut durchgekommen bin, hatte ich bis zum Sonnenaufgang noch einiges an Zeit (ca. 2 Stunden) Deshalb habe ich mir erstmal ein Plätzchen gesucht, wo ich mich bissel lang machen konnte. Zur Sicherheit hab ich mir den Wecker in der Smartwatch gestellt, denn den Sonnenaufgang wollte ich nicht verpassen. Zur Sicherheit habe ich mich 4x wecken lassen. Ich habe doch tatsächlich fast 45 min geschlafen und war damit fit für den Tag.

Kurz nach 5 Uhr ging es dann weiter Richtung Kühlungsborn mit einem Abstecher zum Strand zw. Kühlungsborn West und Kägsdorf.

Von dort bin ich dann erstmal zum Wohnmobilstellplatz Wittenbeck und von da zum geplanten Übernachtungsplatz an der Steilküste Richtung Heiligendamm. Da dort alles erwartungsgemäß war bin ich nach einigen Fotos zurück nach Kühlungsborn, um ein Versprechen einzulösen, meinem Kumpel Jürgen habe ich angekündigt, zum Frühstück zu kommen und frische Brötchen mitzubringen. Diese habe ich dann geholt, als ich das erste Lebenszeichen erhalten hatte. Bei Jürgen habe ich dann Handy und Powerbank nachgeladen. Nach einem opulenten Frühstück ging es für mich zur Entspannung an den Strand nach Wittenbeck, allerdings mit vorherigem Einkauf von Flüssigem in Kühlungsborn West.

Am Strand habe ich dann ein wenig geschlafen und mir dabei den Hintern und die Rückseite der Oberschenkel verbrutzelt. Zwischendurch immer mal Abkühlung in der Ostsee.
So verging ein großer Teil des Tages.

Die (1.) Übernachtung (in der Hängematte)

Nachdem ich bei meinem Kumpel am Mittwoch Abend meine restliche Ausrüstung abgeholt hatte, ging es an den Aufbau der Hängematte. Dies führte aber erstmal zum Grübeln, denn ich fand nicht die Stelle, wo die Stäbe dann fixiert wurden. Als das gelöst war, ging der Aufbau zügig und einfach von der Hand. Die passenden Bäume hatte ich am morgen schon auserkoren und das Bauchgefühl hat gepaßt, etwa 4 große Schritte sollten die Bäume auseinander stehen – etwas mehr geht, weniger keinesfalls. Über die Hängematte kam dann noch ein Tarp und in die Hängematte ein dünner Schlafsack – bei Temperaturen von ca. 10° völlig ausreichend. Das in die Hängematte integrierte Mückennetz hat ganze Arbeit geleistet. Beim reinkrabbeln sind 2 Mücken mitgekommen, die ich dann beim Stechversuch erlegt habe, danach waren nur noch draußen Mücken 😉

Meine Bedenken bezüglich Hängematte sind nun komplett weg, mir wurde auch von der Hängematte abgeraten – ich hab völlig problemlos geschlafen und werde die zukünftig die Hängematte einem Zelt vorziehen. Für mich persönlich alle Punkte pro Hängematte:

  • Gewicht
  • Volumen
  • Hängematte gilt als biwakieren und nicht wildcampen
  • Bequemlichkeit
  • keine separate Matratze nötig
  • schnell aufgebaut, der Untergrund ist fast egal

der 2. Tag

nach einer recht entspannten Nacht mir Meeresrauschen und ein Weckruf durch Vogelgezwitscher bin ich am Donnerstag gegen 6:50 Uhr erwacht und habe dann direkt begonnen die Hängematte, Tarp und Schlafsack zu verstauen. Da ich noch paar Fotos machen wollte, bin ich mal nach Heiligendamm gefahren und da einiges an Fotos gemacht.

Zwischendurch kam dann der Frühstücksanruf, also auf gings nach Kühlungsborn. Nach dem Frühstück ging es nochmals an den Strand zur Steilküste zw. Heiligendamm und Wittenbeck. Große Teile meiner Ausrüstung verbleiben aber in Kühlungsborn, denn ich brauchte ja nur ein Handtuch.

Die Rückfahrt

Aufgrund der extremen Verstaubung des Rades und insbesondere der Kette, wollte ich in Kühlungsborn die Kette noch reinigen und schmieren lassen – leider waren 2 Werkstätten nicht in der Lage, das ad hoc zu machen – so bin ich mit der Kette doch gestartet. Die Schutzbleche habe ich am gleichen Tag montiert wie die Kette und die Kassette…

Bevor ich Kühlungsborn gegen 14:15 verlassen habe, habe ich noch 3 Fischbrötchen gekauft um etwas Verpflegung dabei zu haben.

Auf der Strecke nach Schwerin bin ich dann mal auf der anderen Seite vom Schweriner See gefahren – es war mal was anderes, aber auch da waren schwer zu fahrende Abschnitte mit losem Untergrund dabei. Ich habe früh gemerkt, dass ich nicht so recht vorwärts kam – ich war körperlich noch etwas geschafft – Sonnenbrand, ein wenig Sonnenstich und Nachwirkungen der Hinfahrt haben das selbst gesetzte Ziel von 150 km verhindert – ich habe außerhalb von Ludwigslust abgebrochen. Zu der Zeit war es fast dunkel und es blieb nur wenig Zeit für die Suche nach einem Passenden Platz für die Übernachtung. Wie man auch sieht, ich habe an dem Tag unterwegs kaum Fotos gemacht.

2. Übernachtung

Bei Ludwigslust habe ich eine passende Stelle in der Nähe der Bundesstraße gefunden – ein kleines Stück Buchenwald – durch einen Wall zur Straße nicht einsehbar. Natürlich habe ich auch nach dieser Nacht meinen Nachtplatz sauber und unverändert verlassen.

2. Teil der Rückfahrt

Bereits 6:30 Uhr war ich abfahrbereit und habe mich recht ausgeruht auf den Radweg gestürzt – von Ludwigslust ging es direkt zum Ziel des Vortages, nach Perleberg. Dort unternahm ich einen weiteren Versuch eine Fahrradwerkstatt zu finden, die meine Kette mal reinigen und abschmieren könnte und Markus Ruge vom Fahrrad-Eck konnte mir zeitnah helfen. Ich war allerdings 30 Minuten vor Öffnung vor Ort, habe dann erstmal Essen eingekauft und bin dann nochmals hingefahren. Dort bin ich dann gegen 9:30 Uhr wieder eingetroffen. Die Wartezeit habe ich effizient genutzt, ich habe gefrühstückt. Gegen 10:30 Uhr war alles erledigt und ich bin dort wieder gestartet. In Perleberg war ich somit zwar 2 h und damit deutlich länger als ohne Kettenpflege vorgesehen, aber das war es wert, denn der Verschleiß war hörbar. Von Perleberg ging es dann über Wittenberge zum Elberadweg, auf dem mich ein böiger Gegenwind erwartete.

Der Elberadweg wird derzeit ausgebaut, um einfach ein angenehmeres Fahren zu ermöglichen. So aktuell bei Schönhausen. Bei Fischbeck ist beim letzten großen Elbehochwasser 2013 der Deich gebrochen. In diesem Bereich ist ein Rastplatz mit paar Infos zum Deichbruch und der Ausführung des neuen Deiches gebaut worden.

Unterwegs kam mir noch in den Sinn, ein kurzer Sprung in die Elbe wäre eine gute Idee, aber weiter als bis zum Hals hab ich mich nicht reingetraut. Ein Grund war die fehlende Erfahrung mit der Strömung, ein Weiterer ist auf den nachfolgenden Bildern zu sehen.

In Möckern habe ich dann noch versucht auf das WC einer 24h Shell-Station zu gehen – aufgrund von irgendwelchen Sicherheitsbestimmungen wurde mir das verweigert – eine Nachfrage bei Shell vor 2 Tagen wurde bisher nicht beantwortet. Die Anfrage ist bis heute offen, es wird wohl nix mehr kommen. Glücklicherweise gibt es in Möckern auch kundenfreundliche Gaststätten wie das Restaurant Attika, die trotz Feierabend mir noch den Gang auf die Toilette ermöglichten.

Anschließend ging es über Leitzkau zur B184, Zerbst nach Dessau. In Dessau Nord habe ich mich dann nochmal richtig gestärkt für die letzten 25km. Ich habe den Radweg und die alternativen Routen in der Nacht ignoriert, weil diese im Dunklen ungeeignet gewesen wären. erst in Dessau waren Radwege das bevorzugte Medium.

Ankunft und der Tag danach

Die letzten 20 km, also ab Dessau waren echt problematisch – ich war richtig müde und wenn ich im Auto unterwegs gewesen wäre, wäre ich eingepennt und nicht angekommen, die körperliche Beanspruchung hat den Geist relativ wach gehalten.

Fazit

Bezüglich des Wetters lag Glück und Pech nahe beisammen. Ich hatte sowohl auf der Tour Richtung Norden Gegenwind, als auch auf der Rückfahrt reichlich böigen Gegenwind. Dieser war äußerst zeitraubend und Kräftezehrend. ich habe auf einem ebenen geraden Stück sogar den Test in Gegenrichtung gemacht – ohne große Anstrengung waren es 23km/h, die ich hätte durchgehend fahren können. In der „richtigen“ Richtung waren es nur 16-18 km/h, die ich nur mit mehr Anstrengung erreichen konnte.
Auf der Fahrt Richtung Norden wurde es zwar im Laufe des Tages wärmer, aber die Luftmasse im Norden war kälter und damit wurde es nicht zu warm.

Von der mitgeführten und nach Kühlungsborn geschickten Ausrüstung war nichts zuviel, es war allerdings auch nichts, was ich vermißt habe, ich habe also die Tour und den Bedarf gut abgeschätzt. Bisher habe ich es so gehandhabt, dass ich essen und trinken zu großen Teilen direkt vom Startpunkt mitgeführt habe – das war dieses Mal nicht so, ich habe nach Bedarf unterwegs eingekauft. Der große Vorteil ist im reduzierten Gewicht beim Start und der flexiblen Reaktion auf den Bedarf. Ein Nachteil ist allerdings auch der zusätzliche Zeitaufwand für den Einkauf, Ausrüstung vom Rad abbauen. Bei den Temperaturen im Sommer ist der Flüssigkeitsbedarf der größte und auch der schwerste Posten.

Die mitgeführte technische Ausrüstung bestehend aus Powerbank, faltbares Solarpanel mit integrierter Powerbank, Handy, Gopro Black 9, diverse USB-Kabel(usb-C und Micro), Dual-USB-Netzteil, BT-Headset, Headset mit Klinkenanschluß, Ladekabel für Smartwatch und Pulsmesser war sinnvoll gewählt und vollständig. Die große Cam(Spiegelreflex) zuhause zu lassen war richtig, denn es wären 2 oder 3 Situationen gewesen, wo sie zum Einsatz gekommen wäre. Dabei aber jeweils nur mit dem großen Objektiv.

Sehr auffällig war der Umgang zw. Radfahrern und KFZ-Führern. Probleme mit Rücksichtslosigkeit gab es eigentlich nur auf den ersten 40km der Tour bis Möckern und auf der Rücktour ab Zerbst. Ich finde das schon bemerkenswert, das es sich doch eher als regionales Problem darstellt. Da versucht man nett zu nem LKW Fahrer zu sein, winkt ihn vorbei und zum Dank wird man von der Straße gedrängt. Auf der Rückfahrt habe ich im dunkeln die Straße dem Radweg bevorzugt, denn der Radweg war durch das Betonpflaster sehr uneben, sehr kurvenreich und dazu ohne jegliche begrenzende Seitenlinien. Das war ein eindeutig unzumutbarer Radweg. Wurde da von Autofahrern angehupt, aber wenigstens mit angenehmen Seitenabstand.

Sollte sich irgendwann mal ein anderer Irrer finden, der so einen Ritt mitmacht – bitte melden…
Ich fahre die Tour auch gern nochmal.

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Einleitung

###Updates unten###

Weswegen diese Seite? Einerseits um anderen Mut zu machen, sich auch nach Krankheiten Herausforderungen zu stellen. Bei mir war es im März 2018 ein Herzinfarkt und vermutlicher Schlaganfall(sagen zumindest die Ärzte). Klar, danach fehlt einem erstmal der Antrieb, oft genug ist es aber auch durch Medikamente bedingt. So war es zumindest bei mir.

Andererseits möchte ich hier meine Erlebnisse und Erfahrungen dokumentieren und andere animieren, sich auch mal zu fordern, sich einer Herausforderung zu stellen. Und selbst wenn man es nicht schaffen sollte, man hat sich an seine Grenzen und ein Stück darüber hinaus gebracht. Natürlich sollte die Herausforderung zu den Möglichkeiten passen.

Mein Entschluß für derartige Touren begann am 14.07.2018 zu reifen – also etliche Monate nach dem Herzinfarkt. Ich hab nach dem testweisen Absetzen aller Medikamente am 05. Juli einen Schub an Lebenslust bekommen. Am 14.07.2018 bin ich mal früh 6:30 Uhr aufs Rad und mal nach Rostock Warnemünde geradelt, vom Startpunkt aus, waren es nur 27km – macht also 54 km für die Hin- und Rückfahrt. Ich war genau 3h unterwegs inkl. Pause auf der Mole in Warnemünde und auf der Rückfahrt noch nen Spritzring vernascht.

Da ich durch die Fahrt keinerlei körperliche Probleme hatte, im Gegenteil mich richtig fit fühlte(im Vergleich zu den Monaten davor), kam dann der Gedanke an zukünftige Touren und irgendwann auch an mehrtägige Touren auf. So begannen dann die Gedanken an die 1. (richtige) Tour, welche von vornherein auf Anfang Oktober und auch nach Warnemünde angedacht war.

Die erforderlichen Vorbereitungen findet ihr hier

+++Update 16.07.2019+++

Nun bin ich bereits über 1 Jahr frei von jeglichen Medikamenten, wenn man mal von den Magnesiumtabletten absieht, die ich aufgrund der doch umfangreicheren Bewegung zu mir nehme. Die Entscheidung, alle Medikamente abzusetzen, hat mir nicht geschadet, ich bereue den Entschluß keineswegs, auch wenn es wegen des Alleingangs auch etliche kritische Stimmen gab. Es geht mir gut, der Bewegungsdrang ist eher sogar noch größer geworden. Ich neige dazu, alles, was noch mit Rad erreichbar ist, auch mit dem Rad anzufahren und zusätzlich 1x pro Woche nochmal 20-40km für den Spaß zu machen. tendenziell werden diese Touren für den Spaß immer länger -waren erst 20 km ausreichend neige ich dazu, auch Strecken über 40km mal am Abend abzureißen…

Diese körperliche Belastung tut mir gut, auch Streßsituationen im Alltag bringen mich kaum aus der Ruhe – im Gegenteil, ich genieße es, auch solche Herausforderungen mit Gelassenheit zu meistern und dabei den Überblick zu behalten.

In Kürze geht es mal paar Tage an die Ostsee, das Rad werd ich da auch dabei haben.

+++Update 30.07.2019+++

In 5 Tagen an der Ostsee habe ich über 200km auf dem Fahrrad verbracht.

+++Update 19.01.2021+++

Der aktuelle Stand bezüglich Medikamente: Bis zum heutigen Tag habe ich seit dem 05.07.2018 genau 2 halbe leichte Kopfschmerztabletten zu mir genommen und ich fühle mich immernoch bestens.

+++Update 17.08.2021+++

Nun mal wieder ein kleiner Gesundheitszustand. Medikamente immernoch bei 0, stattdessen habe ich seit Januar 2020 einiges an gewicht verloren, ein Großteil allein in 2021. ich bin nun bei meinem im Oktober 2019 als Fernziel angedachten Gewicht verdammt nahe – unter 80kg wollte ich erreichen und schwanke aktuell bei 80-81 kg, fühle mich absolut fit. Das Ziel habe ich mit mehr Bewegung und bewusst etwas weniger essen erreicht. Auf dem Rad komme ich nicht mehr außer Atem und auch sonst bin ich körperlich deutlich leistungsfähiger. Aktuell stört mich am Bauch noch etwas „Schwarte“ aber die werde ich mit Bewegung auch noch los. Bezüglich der Touren bin ich nun bei 50 bis 60km mal schnell am Abend. Ich bin weder dabei noch danach kaputt, auch am nächsten Tag keinerlei Einschränkungen. Es ist sogar so, dass die Tourenlänge von der Dunkelheit beschränkt wird, denn vom körperlichen Zustand könnte ich noch weiter fahren. Dabei fahre ich aktuell einen Schnitt von teils 24km/h(auf die Gesamtstrecke bezogen).

Hier ein direkter Vergleich wie 25kg aussehen

Ich war im Jahr 2021 2x auf dem Brocken.

Aktuell liege ich bei 76kg, ich kratze also an 30 kg, die ich bewusst abgespeckt habe und ich fühle mich sauwohl 😉

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ohne Worte am 13.06.2022

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12.06.2022 mit dem ADFC nach Berlin

da ja nun Hamburg aufgrund des Wetters und der fortgeschrittenen Zeit des Jahres erstmal auf Eis liegt, kommt nun die eigentlich interessanteste Zeit des Tourenjahres. Eine Einladung des ADFC hat mich dann doch mehr gekitzelt als abgeschreckt – 135km ab Dessau, ab Wolfen sind es 20km mehr. Geplanter Start ist 4 Uhr bei der Araltankstelle in Dessau Nord. Ich möchte allerdings, da die Rückfahrt noch nicht fest ist, mit dem Rad nach Dessau fahren, dass heißt: Abfahrt in Wolfen mit bissel Reserve ein 2:45 Uhr. Das Auto bleibt aus praktischen Gründen zuhause stehen, damit meine Frau mich im Notfall mit dem Auto einsammeln kann, da wäre ein 20km entfernt geparktes Auto nahezu unerreichbar.

hier noch die geplante Tour bei Komoot

Bei der Rückfahrt schwanke ich noch zwischen Rückfahrt mit dem Zug ab Berlin, Rückfahrt einer Teilstrecke mit dem Rad und dem Rest mit dem Zug(z.b. ab Wittenberg) oder Rückfahrt der kompletten Strecke. Das wären dann nach aktueller Planung 320 km an einem Tag/in 24h. Gleichzeitig ein guter Test für die 24h nach Kühlungsborn.
Für die Rückfahrt nehme ich die Hängematte mit, nach den Meldungen zur DB am Pfingstwochenende verlasse ich mich nicht darauf – im schlimmsten Fall übernachte ich irgendwo in einer der folgenden Rasthütten. Hier die möglichen Plätze:

  • 52.248938, 12.955603 Hütte kurz vor Beelitz – 50 km von Berlin entfernt
  • 52.239692, 12.943352 Hütte Westlich von Beelitz – 52 km von Berlin entfernt
  • 52.179393, 12.954951 See Camping – südlich von Beelitz – 65 km von Berlin entfernt
  • 52.071407, 12.862606 Schutzhütte südlich von Treuenbrietzen – 80 km von Berlin entfernt
  • 52.065864, 12.868514 Schutzhütte wie vor – 1km weiter
  • 52.038078, 12.803937 Wurstautomat Dietersdorf – 90km von Berlin
  • 51.845959, 12.612689 Hütte bei WB am Radweg nach Wörlitz – 120km von Berlin

Ab WB keine Rastplätze mehr, also dann heißt es durchziehen – der einzige Vorteil: Strecke ist bekannt und es gibt keine Überraschungen. Plan B: Zug ab Wittenberg – der Letzte zum 9€ Tarif fährt 22:17 ab Wittenberg

Die Fahrt liegt nun hinter mir und hier noch paar Worte zum Ablauf. Ich bin wie geplant ca. 2:45 uhr nach Dessau gestartet und war auch pünktlich am Treffpunkt in Dessau. Gegen 4 ging es dann mit 7 weiteren Mitfahrern entlang der geplanten Route nach Treuenbrietzen. Dort war die erste Pause nach ca. 65km geplant

Die Fahrt liegt nun hinter mir und hier noch paar

Worte zum Ablauf. Ich bin wie geplant ca. 2:45 uhr nach Dessau gestartet und war auch pünktlich am Treffpunkt in Dessau. Gegen 4 ging es dann mit 7 weiteren Mitfahrern entlang der geplanten Route nach Treuenbrietzen. Dort war die erste Pause nach ca. 65km geplant. Im Bereich des Ortseingangs von Treuenbrietzen trafen wir dann noch auf die Gruppe aus Leipzig.
Im Bild links gut erkennbar: 24,3km/h war der Schnitt. Die Ankunft in Treuenbrietzen war deutlich zu früh – der Bäcker hatte noch nichtmal offen. Nach ca. 30 min ging es weiter Richtung Berlin Mahlow, wo der Treffpunkt mit den Mitfahrern aus Zossen war. Dort kamen wir trotz einer ungeplanten Pause bei Trebbin. Der Grund war so einfach wie simpel: es begann zu Regnen. Da wir zeitlich ohnehin viel Reserve hatten, taten die 30 min kaum weh. In Mahlow kamen wir gegen 10:15 Uhr an und damit deutlich über 1 h vor Plan.

Ein paar Impressionen aus Mahlow:

Von da ging es dann gegen 11:40 Uhr mit Polizeibegleitung in Richtung Tempelhofer Damm – unterwegs wurden an weiteren Sammelpunkten viele weitere Radfahrer abgeholt. Irgendwo auf der Autobahn hab ich mir dann den Plattfuß vorn eingehandelt – sehr schleichend so richtig Problematisch wurde es erst am Dreieck Funkturm, wo aber auch eine Tankstelle für eine Luftspende ideal war.

Am Brandenburger Tor habe ich dann am Stand vom ADFC das Glück eine Luftpumpe und Flickzeug leihen zu können. Da der Reifen aber keinen spürbaren Druckverlust hatte, hab ich mich gegen den Reparaturversuch entschieden. Mit diesem Reifen hab ich mich dann auch wieder zurückgekämpft – 2h hat anfangs jedes Nachpumpen gehalten und so habe ich Wittenberg nach insgesamt 282 km am Sonntag erreicht. In Wittenberg gegen 21 Uhr habe ich das letzte Mal Luft in den Reifen gedrückt. 23 Uhr bei der Ankunft in Wolfen mußte ich das Rad nach Hause schieben.

#Nachtrag:
Ich habe mir in Berlin keinen Platten gefahren, sondern es war ziemlich sicher ein Materialfehler vom Schlauch – das fehlende Stück klebte am Mantel. Selbiger war unversehrt.

Ich hab mir noch eine kleine Überraschung aus Berlin mitgebracht:

Unterwegs wird meine aktuelle Position in folgender Karte zu sehen sein.

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gefahren
geplant
ADFC
In Berlin

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Reparatur am Rad – 24.05.2022 + Updates

Heute morgen bei einer 50 km Tour ist es passiert: die Geräusche der Kette haben mich so generft, dass ich mir am Nachmittag die Kette, die Schaltung und das drumherum angesehen habe. Ergebnis war:

  • verbogenes Schaltauge
  • verdreckte Schaltritzel
  • verdreckte Kette
  • in der Folge ein schiefer Lauf der Kette in der Schaltung und über die Ritzel

ich habe im 1. Schritt die Schaltung vom Schaltauge abgeschraubt und dann das Schaltauge mit gefühlvoller Gewalt in die richtige Position gebracht – Rollgabelschlüssel auf die Dicke vom Schaltauge eingestellt und bei senkrechtem Rad auch in die Senkrechte gebracht – das ist die Voraussetzung für den richtigen Lauf der Kette, denn ein verbogenes Schaltauge bewirkt ein geringfügiges Verdrehen der Kette und z.T. zu den Geräuschen.

Im 2. Schritt habe ich die Schaltung wieder am Schaltauge befestigt und danach beide Schaltritzel demontiert und komplett gereinigt, die Lager neu gefettet und dann wieder montiert.

Im Anschluß habe ich die Kette gereinigt und neu abgeschmiert, im Nachhinein wäre es schlauer gewesen, dass vor der Reinigung der Ritzel zu machen – im Endeffekt hielt sich die erneute Verschmutzung in Grenzen.

Nach diesen Arbeiten lief die Kette zwar deutlich besser, durch den anderen Winkel der Kette zur Ritzelkassette lief die Kette nicht ganz mittig über den einzelnen Ritzeln und das Größte Ritzel konnte nicht mehr geschalten werden. Erstmal habe ich die Position der Kette gegenüber den Ritzeln angepaßt – dazu habe ich die „Länge des Schaltzuges“ eingestellt (Abstandshalter am Schaltzug), Danach nur noch den Begrenzer am grössten Ritzel passend einstellen und die gute alte Shimano Deore schaltete wieder richtig knackig. nun noch das überschüssige Schmiermittel von der Kette entfernt und fertig war die Instandsetzung.

Bei einer 46km Tour am Abend hab ich mein Werk gleich kontrolliert – die Schaltzuglänge muß ich nochmal etwas justieren, beim hochschalten fehlt wohl ein halber mm 😉
Bei dieser Tour mußte ich mit Schrecken feststellen, dass mein Rücklicht mal wieder keine Lust zum Leuchten hat…

###Update 25.5.2022

die zehntel mm hab ich noch nachjustiert(ca. 30° gedreht) und nun paßt es
Nun habe ich mir auch das Rücklicht angesehen: Nun hat der 2. Kontaktstreifen im hinteren Schutzblech auch aufgegeben – habe nun erstmal eine Leitung parallel zur Schadstelle verlegt und fixiert, dass sollte bis zum Austausch funktionieren. Dabei fielen meine müden Augen auch auf die Zwischenräume der Kette – irgendwie ist die ziemlich fertig und das nach nur 2 Jahren. Eine Kette ist allerdings auch ein Verschleißteil und einer ziemlichen Belastung ausgesetzt, teilweise auch meiner Missachtung bezüglich Reinigung und Schmierung. Da die Kette aber noch problemlos läuft, werde ich mir Ersatz in die Tasche packen, damit ich unterwegs notfalls tauschen kann.

### 2. Update 30.05.2022

nach einer kurzen Sichtung der History der Kette bin ich doch überrascht: die Kette ist seit 15.04.2022 am Rad und dabei mindestens 7000km gelaufen…sie hat also eigentlich länger überlebt, wie sie sollte – die muß also runter bevor schlimmeres passiert. Trotz dieser hohen Laufleistung läuft sie seit der Wartung am 24.05.2022 absolut ruhig.

### 3. Update 09.06.2022

Heute kam nun endlich das Paket mit den Ketten – bestellt habe ich eine Shimano HG41 und eine S-RAM PC850. Ich habe direkt die S-RAM verbaut und bei der Probefahrt ist die Kette auf dem 5. und dem 6. Ritzel gesprungen. Da noch nicht klar war, ob es an der S-Ram-Kette in form einer Inkompatiblität zu den Ritzeln liegt, habe ich direkt die Shimano aufgezogen. Aber auch bei dieser Kette ist das gleiche Verhalten zu sehen – die Kassette wurde also doch zu stark abgenutzt. Da das Rad so nicht mehr nutzbar war, habe ich die alte Kette wieder aufgezogen und hab mir erstmal eine HG31 Kassette geholt und anschließend montiert und die SRAM Kette wieder montiert. Eine anschließende Probefahrt über 37km ergab eine absolut rund laufende Kette und Schaltung. Damit ist das Rad für die Tor nach Berlin fit und fertig.

SRAM-Kette und Shimano-HG31 Kassette montiert bei 1170km laut Fahrradcomputer; Stand am 09.06.2022 1205km

3. Update 13.06.2022

Auf der Fahrt zur Sternfahrt in Berlin hatte ich nen schleichenden Plattfuß – bei der Reparatur habe ich festgestellt, dass nach 4 Jahren ein Produktionsfehler beim Schlauch den Luftverlust verursacht hat – es hat sich eine Schicht vom Gummi gelöst, vermutlich ein Luftblase in der Gummischicht:

Das Gegenstück klebte am Mantel, welcher aber kein Loch in irgendeiner Form hat. Den Schlauch hab ich erstmal geflickt und er hält die Luft. Fakt ist, einen solchen Defekt weder erlebt, noch irgendwo gesehen.

4. Update

Gestern kamen nun die erforderlichen Ersatzteile:

  • Kette SRAM PC870
  • Kassette SRAM PG850
  • neue Schutzbleche
  • 2x Schwalbe Marathon Tour
  • Continental-Schläuche

Eben habe ich die Schutzbleche montiert, anschließend die Kassette und die Kette. Die Bereifung mache ich kurz vor der Fahrt nach Kühlungsborn – bisschen Reifen wechseln ist ja entspannt mal relativ zwischendurch machbar – insbesondere betrifft das ja ohnehin eher den Vorderreifen, hinten würde ich nur wechseln, weil ich den extrabreiten Reifen nicht zwingend brauche – einerseits wiege ich inzwischen 28kg weniger als bei der Auswahl des Reifens und dazu hab ich relativ wenig Gepäck auf der Fahrt zur Ostsee.

Die SRAM Kette PC830 und Shimano Kassette HG31 landet mit 340km Laufleistung im Regal

KM-Stand lauf Fahrradcomputer: 1540 am 17.06.2022

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Parken nach allen Regeln der StVo

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Überholabstand am 12.05.2022

der heutige Tag war schon recht extrem, aber was mir bei einem kurzen Abstecher nach Bobbau passiert ist. Ich wurde doch tatsächlich von einem Fahrzeug des Ordnungsamts Bitterfeld-Wolfen erst angehupt, dann wurde mir während der Fahrt durch das offene Seitenfenster zugerufen „Da ist der Radweg“. Das passierte fast wie selbstverständlich mit einem Abstand, der deutlich zu gering war, der Rückspiegel des PKW hat mich fast berührt, ich konnte beim Blick nach links die unter 2 cm hohe Beschriftung auf der Oberbekleidung der Fahrerin lesen. Der Abstand zw. Lenker und Rückspiegel war bei ca. 20cm. Mit dem vorherigen Hupen und der Belehrung über den angeblichen Radweg ist der geringe Seitenabstand eine vorsätzliche Gefährdung und ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr

Ein paar hundert Meter später kam mir dann eine Baustellenampel zur Hilfe und ich hatte Gelegenheit auf ein kurzes klärendes Gespräch. Allerdings wurde das Fenster widerwillig geöffnet, es gab keinerlei Einsicht, im Gegenteil: ich bekam an den Kopf geknallt, „Sie haben keine Ahnung“. Ich habe schon viele Reaktionen erlebt, aber von Mitarbeitern des Ordnungsamtes, die für die Überwachung des ruhenden Verkehrs zuständig sind…

Den nicht vorhandenen Seitenabstand konnte ich noch nicht mal zur Sprache bringen.

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Eindeutig ein Fussweg

Update 13.05.2022:
ich habe heute erstmal ein Gespräch mit der Ansprechpartnerin vom Ordnungsamt geführt, immerhin war es ein konstruktives Gespräch auf gleicher Augenhöhe und meine Einwände zu dem Verhalten der Mitarbeiter wurden registriert und nicht in Frage gestellt. Nach einer Befragung der Mitarbeiter erhalte ich einen Rückruf. Meine weiteren Aktivitäten mache ich definitiv von dem weiteren Verlauf abhängig – von persönlichem Gespräch, über eine Strafanzeige bis zu einer Dienstaufsichtsbeschwerde ist noch alles drin.

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Fahrweise

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Elbradeltag mit dem ADFC

Am 01.05.2022 hieß es beim ADFC: 20. Elbradeltag nach Wörlitz. Dabei gab es 7 geführte Touren mit dem Ziel Wörlitz. Ich nahm mit ca. 10 weiteren Mitfahrern vom Bahnhof Bitterfeld an der Tour 3 teil. Diese führte über Friedersdorf, Burgkemnitz, Gröbern, z.T. um den Gröberner See zum Bahnhof Gräfenhainichen, wo die ca. 20 Teilnehmer der Tour 7 auf uns warteten. Gemeinsam ging es dann durch Gräfenhainichen zum Gremminer See. Von da über Jüdenberg nach Oranienbaum und weiter nach Wörlitz.

In Wörlitz war dann das Elbradelfest mit der Weitergabe des Staffelstabes nach Elster für die Ausrichtung der nächstjährigen Veranstaltung. Eine angebotene Führung durch die Wörlitzer Anlagen wurde von einigen Radlern und mir genutzt um den Kulturteil des Tages zu erfüllen.

Gegen 15:30Uhr machten wir und auf die Rücktour, ich hatte eigentlich vor, einen Abstecher nach Wittenberg zu machen und erneut über Bergwitz, Radis und Gräfenhainichen zurückzufahren. Aufgrund der Empfehlung und Beratung dem potentiellen Mitfahrer Florian haben wir uns für die landschaftlich schönere Strecke entlang der Mulde ab der Jagdbrücke in Dessau.

Da wir beide eine Tour mit mehr als 100km machen wollten, hab ich im Bereich Jeßnitz und Bitterfeld die Tour etwas erweitert und einiges an Infos rübergebracht. So fuhren wir über Sollnitz, dann an Altjeßnitz vorbei nach Raguhn. Anschließend über Jeßnitz durch den Saalegaster Forst Richtung Pegelturm an der Goitzsche und von da vorbei an der blauen Bank zum Bitterfelder Bogen. Am Bogen hatte Florian dann sein 100km Ziel erreicht und so fuhren wir noch gemeinsam zum Bitterfelder Bahnhof. Von da fuhr ich allein nach Hause.

Tour bei Komoot:

Ich bin bei ca. 116km(Handy hat ca. 3km vor dem Ziel die Aufzeichnung eingestellt) gelandet, damit meinen diesjährigen Rekord um 1km übertroffen.

Hier noch die gefahrene Strecke, direkt vom Handy hochgeladen:

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